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Konjunktur in der Landwirtschaft schwächelt

337157_small_original_R_K_B_by_RainerSturm_pixelio.deIm Monat Juni hat die Stimmung der deutschen Landwirte sich messbar verschlechtert. Dies zeigte das Konjunkturbarometer Agrar des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Gegenüber der letzten Erhebung im Monat März sank der Konjunkturindex um 4,4 auf 30,7 Punkte. Der Wert fasst aktuelle und erwartete künftige wirtschaftliche Entwicklungen zusammen.

Ihre aktuelle Lage schätzen die Landwirte ähnlich wie im letzten Erhebungszeitraum ein. Demnach seien die Aussichten mittelfristig gut. Auf lange Sicht gehen viele Agronomen allerdings von schlechteren Bedingungen aus. Der Großteil der Befragten schätzte seine Weiterlesen

DBU fordert striktere Regeln für nachhaltige Landwirtschaft

Nachhaltige LandwirtschaftIm Jahr 2050 werden rund 9,1 Milliarden Menschen auf der Welt leben. Um den gestiegenen Bedarf zu decken, müsse sich die landwirtschaftliche Produktion annähernd verdoppeln, so die Vereinten Nationen.

Eine Herausforderung wird dabei die stärkere Auslastung der Landwirtschaftsflächen bei gleichzeitiger ökologischer Nachhaltigkeit sein. Boden, Wasser, Luft, Biotope und Tiere können nur mit einer verantwortungsvollen Landwirtschaft geschützt werden, so der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt Dr. Heinrich Bottermann am Mittwoch. Bisher sei diese nur in Konturen vorhanden. Weiterlesen

Zu wenig PR in der Landwirtschaft?

PR in der LandwirtschaftDie Landwirtschaft steckt in einer Kommunikationskrise. Dies erklärte der schleswig-holsteinische Bauernpräsident Werner Schwarz auf dem Bauerntag in Bad Dürkheim. Der nachlassenden Glaubwürdigkeit des DBV müsse man mit transparenterer Öffentlichkeitsarbeit entgegenwirken.

Deshalb plädierte Schwarz für mehr Eigeninitiative unter den deutschen Landwirten. Beispielhaft nannte er ein eigenes Projekt, bei dem er eine Webcam in seinem Schweinestall installiert hatte. Zwar werde der Mut zur öffentlichen Kommunikation nicht immer mit Zustimmung, doch in jedem Falle mit Aufmerksamkeit belohnt. Weiterlesen

Ökologischer Landbau in Deutschland wächst

shutterstock_80917090_BeitragIm letzten Jahr belief sich die ökologisch genutzte Landwirtschaftsfläche in Deutschland auf 1.060.669 ha. Dies berichtete das Bundeslandwirtschaftsministerium. Damit erhöhte sich der Anteil an Bio-Äckern um zwei Prozent.

Während die biologische Anbaufläche wuchs, blieb die Zahl der ökologischen Landwirtschaftsunternehmen im Vergleich zum Vorjahr annähernd gleich. Der Wert von 23.271 entspricht einem Anstieg von 0,2 Prozent gegenüber 2012.

Laut BMEL ist Deutschland der größte europäische Markt für Bio-Produkte. Bei der weltweiten Nachfrage steht die Bundesrepublik hinter den Weiterlesen

Preise in deutscher Landwirtschaft gesunken

538555_original_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio_smallIm Juni 2014 sind die Preise der landwirtschaftlichen Erzeuger abermals gesunken. Dies teilte die Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) mit. Demnach habe sich der Agrarrohstoff-Index gegenüber dem Vormonat um um 0,6 auf 140,2 Punkte verringert.

Damit liegt das Preisniveau für die 13 wichtigsten Landwirtschaftsprodukte Deutschlands so tief wie seit 23 Monaten nicht mehr. Das Niveau des Vorjahres unterschritten die landwirtschaftlichen Betriebe zuletzt um 5,2 Punkte (3,5 Prozent). Nur bei Schweinen und Milch waren die Umsätze etwas höher als im Vorjahr.

Für die aktuelle Preisschwäche macht die AMI in erster Linie die Prognosen für Getreide und Raps verantwortlich. Die Erntevoraussagen seien durchweg positiv, wodurch die Weiterlesen

EU Agrarpolitik wird zum Flickwerk

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERANoch etwa einen Monat haben die EU-Staaten Zeit, ihre Gemeinsame Agrarpolitik umzusetzen. Viele machen dabei ausgiebig von ihren Gestaltungsspielräumen Gebrauch. Kritiker bemängeln  die uneinheitliche Umsetzung und warnen vor ungleichmäßigen Wettbewerbsbedingungen.

Die Gemeinsame Agrarpolitik bezeichnen sie bereits jetzt als „Flickenteppich“. Grund sind die großen Gestaltungsspielräume, die die Europäische Kommission ihren Mitgliedsstaaten bei der Umsetzung einräumt. Große Unterschiede gibt es vor allem bei den Direktzahlungen. In manchen Ländern sind sie an die Produktion gebunden, in anderen nicht. Agrarexperten gehen davon aus, dass dies zu starken Gefällen bei der Wettbewerbsfähigkeit einzelner Länder führen wird.

Beim letzten EU-Agrarrat waren es vor allem Frankreich und Italien, die ankündigten, die Weiterlesen

Gute Getreideernte in Niedersachsen erwartet

shutterstock_126512990_BeitragMit hohen Erwartungen beginnen die niedersächsischen Bauern in den nächsten Tagen die Getreideernte. Das Landvolk rechnet mit einem landesweiten Gesamtertrag von 6,2 bis 6,5 Millionen Tonnen.

Obwohl die Anbauflächen zurückgegangen seien, könne man das Ergebnis des Vorjahres von 6,36 Millionen Tonnen annähernd halten. Dies erklärten Händler und Produzenten bei einem Treffen des Landvolks in Braunschweig. Auch der Vorsitzende des Ausschusses Jürgen Hirschfeld zeigte sich zufrieden. Nach dem warmen und trockenen Frühling habe man nicht mehr mit so guten Erträgen gerechnet. Der Temperaturvorsprung zu Beginn des Jahres sei durch die verhältnismäßig kühlen Monate Mai und Juni wieder ausgeglichen worden. In vielen Regionen Niedersachsens seien die Erträge überdies durch gleichmäßig verteilte Niederschläge begünstigt worden. Die Felder zeichnen sich durch einen guten Zustand aus. Nun müssen nur noch das Wetter bei der Ernte passen. Weiterlesen

Hohe Grünlandverluste in den letzten vier Jahren

shutterstock_77646694_smallZwischen den Jahren 2009 und 2013 ging der bundesweite Grünlandanteil um 7,4 Prozent zurück. Dies teilte das Bundesamt für Naturschutz am Mittwoch mit. Dem aktuellen Grünland-Report zufolge verringerte sich der Anteil wegen der intensivierten landwirtschaftlichen Nutzung und der Zunahme von Umbruchmaßnahmen.

Die Präsidentin des BfN Prof. Dr. Beate Jessel betonte, wie schwerwiegend diese Entwicklungen für den Naturschutz seien. An ihnen lasse sich erkennen, dass die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht zur gewünschten Erhaltung der artenreichen Agrarlandschaft beigetragen haben. Dabei sei es nicht nur der zahlenmäßige Verlust biologischen vielfältigen Grünlands, der Grund zur Beunruhigung gebe. Der Boden habe sich auch qualitativ verschlechtert. Weiterlesen

Antibiotikaeinsatz ab sofort meldepflichtig

shutterstock_149014199_beitragSeit Dienstag ist die neue Antibiotikadatenbank in Betrieb. Ab sofort sind alle Rinder, Hühner, Schweine und Puten haltenden Unternehmen zur genauen Erfassung des Tierarzneimitteleinsatzes verpflichtet.

Mit dem 16. Gesetz zur Änderung des Arzneimittelgesetzes soll der Antibiotikaeinsatz in der Landwirtschaft nach und nach heruntergefahren werden. Auf Grundlage der erfassten Daten soll es den Behörden möglich sein, die Therapiehäufigkeit in verschiedenen Betrieben miteinander zu vergleichen. Halter, die stark von den Richtwerten abweichen, können so zu weiterführenden Maßnahmen und Prüfungen verpflichtet werden. Weiterlesen

Ausnahmen beim Mindestlohn weiter umstritten

635612_small_original_R_K_by_Uwe Schlick_pixelio.deEine Vereinbarung über weitere Ausnahmen beim Mindestlohn sind bestätigt. Dies gab Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles  in einer aktuellen Erklärung bekannt. Als konkretes Beispiel nannte sie die Erntehelfer als „in der Regel kurzzeitig Beschäftigte“.

Angaben von n-tv zufolge sollen Unterkunfts- und Verpflegungskosten auf den Mindestlohn von Saisonarbeitern angerechnet werden können. Weiter berichtete die „Passauer Neue Presse“, dass die Grenze für sozialversicherungsfreie Tätigkeiten von 50 auf 70 Tage angehoben werden soll. Für Zeitungsausträger wird es bis zum umfassenden Inkrafttreten des Mindestlohns 2017 eine Übergangszeit geben. Praktikanten sind nicht mehr nur sechs Wochen, sondern drei Monate vom Mindestlohn ausgenommen.

Aus Kreisen des DBV äußerte man sich aufgebracht zu den jüngsten Entwicklungen. Für Betriebe mit Sonderkulturen sei der Mindestlohn eine „Katastrophe“ so Burkhard Möller. Ein Großteil der derzeit 300.000 beschäftigten Saisonarbeiter würde wegfallen. Hinzu kämen Arbeitsplatzverluste bei Zulieferern und weiterverarbeitenden Betrieben. Gregor Thüsing, Direktor des Instituts für Arbeitsrecht an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Weiterlesen