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Extreme Trockenheit: Gefahr für den Mais

shutterstock_151273463_BeitragDie Landwirtschaft steht aktuell unter einer enormen Trockenheit. Vor allem die Maisbestände haben unter dieser Dürre zu leiden. Zum normal gesäte Pflanzen stehen hier im Vorteil. Spätsaaten hingegen sind dringend auf Wasser angewiesen.

In vielen Teilen Deutschland regiert eine starke und seit Wochen anhaltende Trockenheit. Nicht nur die starke Sonneneinstrahlung, auch der Wind lassen die Felder austrocknen und sorgen für hohe Verdunstungsraten. So wurde zum 8. Juni beispielsweise auf 45 Prozent der Fläche in Deutschland ein Minimum der Bodenfeuchte seit 1961 gemessen. Der deutsche Wetterdienst stellt nur eine geringe Besserung in Aussicht. Die Maisbestände sind jedoch auf den Regen angewiesen. Der zum normalen Termin ausgesäte Mais befindet sich im Blattstadium 5 bis 6 und konnte durch die ausreichende Feuchtigkeit in dieser Zeit gut aufgehen. Allerdings ist die Entwicklung durch die kalten Temperaturen noch nicht sehr üppig. Die Energiereserven aus dem Saatkorn sind aufgebraucht und die Pflanzen müssen jetzt auf Wurzelernährung umstellen. Der Wasserbedarf ist hier allerdings noch relativ gering, wodurch die Trockenheit der Pflanzen nicht viel anhaben kann. Mais wächst in diesem Stadium vor allem durch Sonneneinstrahlung. Der trockene Boden wiederum zwingt die Wurzeln in tiefere Schichten und die Pflanze bekommt mehr halt. Weiterlesen

Emsland: Vogelgrippe ausgebrochen

702419_web_R_K_B_by_Christoph Aron_pixelio.deEin neuer Fall der Vogelgrippe ist aufgetreten. Im Landkreis Emsland hat sich der Verdacht bestätigt. Eine milde Form der Vogelgrippe kursiert in einem Betrieb mit ca. 36.000 Legehennen. Das hat das niedersächsische Landwirtschaftsministerium in dieser Woche bestätigt. Der Betrieb bietet seinen Tieren die Freilandhaltung und hat selbst Kontrollen nach dem Verdacht auf Vogelgrippe durchgeführt. Jetzt müssen die Tiere tierschutzgerecht getötet werden.

Die Eigenkontrollen wurden durch die amtlichen Proben des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit bestätigt. Auch hier fand man die milde Form der Vogelgrippe bei den kranken Tieren. Diese niedrigpathogene Form betrifft die Aviäre Influenza des Subtyps H7N7, die für den Menschen keine Bedrohung darstellt. Anhand dieser amtlichen Ergebnisse müssen nun alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden. Weiterlesen

Rekordwerte im Soja-Anbau

160776_original_R_K_by_Dr. Klaus-Uwe Gerhardt_pixelio_BeitragDie Anbaufläche für Soja zeigt in diesem Jahr neue Rekordwerte. So werden allein in Bayern und Baden-Württemberg auf rund 11.000 ha Sojapflanzen angebaut. Der heimische Soja-Anbau steht damit auf einem neuen Hoch und könnte auch in den folgenden Jahren noch weiter wachsen.

Noch im Jahr 2012 wurden die Sojabohnen auf etwa 5.000 ha in Deutschland angebaut. Bis zum Jahr 2014 hat sich die Fläche verdoppelt. Soja wird damit immer beliebter und relevanter in der deutschen Landwirtschaft. Der Schwerpunkt liegt vor allem im Süden des Landes. Allein in Bayern ergibt sich damit eine Anbaufläche von über 7.000 ha. Weitere 4.000 ha stehen in Baden-Württemberg zur Verfügung. Damit erreichen die Sojabohnen einen neuen Rekordwert auf den Feldern. Die exakten Werte stehen jedoch erst nach der Ernte fest. Doch woher kommt eigentlich dieser starke Zuwachs? Weiterlesen

Wissenschaftler halten Ökolandbau-Ziele für ambitioniert

655993_original_R_K_by_Oliver Mohr_pixelio.deDie Öko-Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung ist sehr ambitioniert. Dieser Meinung ist die Direktorin des Thünen-Instituts (TI) für Betriebswirtschaft Prof. Hiltrud Nieburg. Es werde viele Ressourcen und eine konsequente Umsetzung brauchen, um die landwirtschaftliche Nutzfläche bis 2020 tatsächlich auf 20 Prozent zu erhöhen.

 

Wie die Wissenschaftlerin auf der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) in der letzten Woche in Berlin mitteilte, sei die Zielsetzung eine „große Herausforderung“. Dennoch, so Nieburg, stimmen mehrere Beispiele aus der Europäischen Union optimistisch.

 

So sei es bereits in Österreich, Schweden und Estland gelungen, die 15%-Marke zu überschreiten. Zudem gebe es auch weiterhin eine Tendenz nach oben. Damit man dies auch in Deutschland realisieren könne, brauche es, so die Expertin weiter, „Anstrengungen auf vielen Ebenen“ auch über den landwirtschaftlichen Bereich hinaus. Weiterlesen

EU-Ökoreform weiterhin heiß umkämpft

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAEine Einigung in Bezug auf die Reform der EU-Ökoreform wird es wohl frühestens nächste Woche geben. Die Ratspräsidentschaft schaffte es nicht, sich die notwendige Unterstützung im Brüsseler Sonderausschuss für Landwirtschaft (SAL) zu sichern.

Besonders kontrovers wurden dabei wieder einmal die neuen Kompromissvorschläge des lettischen Vorsitzes diskutiert, die er Anfang der Woche im Anschluss an das Agrarministertreffen in Riga vorgestellt hatte. Zentraler Streitpunkt war dabei der Umgang mit Rückständen in Bioprodukten. Wie man aus Kreisen der EU bekanntgab, schlug Lettland eine Einführung freiwilliger Schwellenwerte vor. Eine Einführung von Obergrenzen, oberhalb deren Bioprodukten ihre Zertifizierung entzogen wird, bliebe dann zwar freiwillig, Länder, die bereits mit der Grenze arbeiten, könnten sie aber weiter anwenden.

Gleichzeitig betonte man auf Seiten der Ratspräsidentschaft, dass der Binnenmarkt nicht geschädigt werden dürfe. Die Regelung solle deshalb ausschließlich für Produkte aus der regionalen Erzeugung, nicht aber für Importprodukte aus anderen EU-Mitgliedstaaten gelten.  Weiterlesen

Antibiotikaresistenz Thema auf dem G7-Gipfel

SONY DSCBeim aktuellen G7-Gipfel spielt auch das Thema Antibiotikaresistenz eine Rolle. Experten gehen davon aus, dass sich die sieben Staats- und Regierungschefs in ihren Abschlusserklärungen zu dem Thema äußern.

 

Wie Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte, handele es sich bei der Antibiotikaresistenz um eine schwerwiegende weltweite Bedrohung, gegen die man zeitnah wirksame Schritte einleiten müsse. Die Bundesregierung sieht sich im Kampf gegen multiresistente Erreger dabei als Vorreiter und verweist auf ihre kürzlich veröffentlichte Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie (DART 2020). Damit sollen die Bemühungen in den Bereichen Human- und Veterinärmedizin noch verstärkt werden.

 

Bei der Strategie geht es vor allem um die Verbesserung von Diagnoseverfahren, eine konsequentere Umsetzung der Hygienemaßnahmen, eine verbesserte Tierhaltung, die transparentere Aufklärung der Bevölkerung und die Intensivierung der Forschung. Wie der Bundeslandwirtschaftsminister erklärte, mache man bereits große Fortschritte im Bereich Veterinärmedizin. Die 16. Novelle des Arzneimittelgesetzes sei ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigen Verringerung des Antibiotika-Einsatzes auf ein verantwortungsvolles Maß. Weiterlesen

Zukunft für den Zuckermarkt

shutterstock_118170769_BeitragDie Zuckerrübenbauern Deutschlands werden bald vor eine große Herausforderung gestellt. Am 1. Oktober 2017 läuft die Zuckermarktordnung aus. DVB-Präsident Joachim Rukwied gab dazu auf dem Kongress der Internationalen Vereinigung der Europäischen Rübenbauern in Berlin einen Ausblick auf die Zukunft. Demnach stehen die Bauern in einem unmittelbaren Wettbewerb mit großen Erzeugungsregionen. Dazu gehören Indien, Thailand oder Brasilien, die kostengünstig Zuckerrohr anbauen und verarbeiten können.

Politische Maßnahmen sind deshalb gefordert. Hier sind EU-Kommission und EU-Parlament gefragt. Andernfalls hat der heimische Rübenzucker keine Chance auf einem liberalisierten Zuckermarkt. Ab 2017 soll demnach die Möglichkeit geschaffen werden, den Zucker unbegrenzt zu exportieren. Ebenso muss der Außenschutz für den europäischen Zuckermarkt aufrechterhalten werden. Die Zuckermarktordnung sah bisher eine Mengenregulierung und einen Mindestpreis für die Rüben vor. Nun wird der Agrarmarkt eine Liberalisierung und Globalisierung in diesem Bereich erfahren. Landwirte selbst müssen sich als Unternehmer sehen und sich verstärkt mit derartigen Entscheidungen auseinander setzen. Neben Lieferbedingungen, Konditionen für Mengen und Preis sowie Transportkosten müssen die Rübenbauern in Zukunft selbst verhandeln. Weiterlesen

Wölfe: Jäger fordern Regulierung

shutterstock_136124990_BeitragSeit einigen Jahren hat sich der Wolf wieder in Deutschland angesiedelt. Es herrscht jedoch eine Kulturlandschaft, in der das Raubwild seit langer Zeit nicht lebte und hier vollkommen fremd ist. Jäger kritisieren jetzt die einseitigen Diskussionen in der Politik zum Thema Wolf und wollen mit einbezogen werden.

Aktuell wird das Wolfsvorkommen von der Politik kontrolliert und überwacht. Die Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer finden das jedoch nicht genug. Man müsse sich mit den aktuellen und künftigen Herausforderungen viel stärker auseinandersetzen. Grund dafür ist die stetig wachsende Wolfspopulation in Deutschland. Je mehr Wölfe sich ansiedeln, desto mehr Probleme gibt es und desto mehr Maßnahmen sollen nach Meinung der Genossenschaften ergriffen werden. Der unregulierte Auftritt des Wolfes greift in die Gesellschaft und in die Kulturlandschaft gleichermaßen ein. Demnach sollte der Wolf nicht uneingeschränkt geduldet werden. Vor allem Nutztiere und die heimischen Wildbestände sind durch den Wolf bedroht. Von genau diesen Auswirkungen sind hauptsächlich die Inhaber des Jagdrechts betroffen. Dazu zählen die Jagdgenossen und die Eigenjagdbesitzer. Weiterlesen

Biobauern verdienen in Deutschland schlecht

shutterstock_152320880Die Biolandwirtschaft zeigt sich laut einer aktuellen Übersichtsstudie deutlich rentabler als die konventionelle Landwirtschaft. Obwohl die Biobauern geringere Beträge erzielen, liegen die Gewinnspannen höher. Demnach könnte der Ökolandbau in Zukunft weiter wachsen und weltweit eine wichtige Rolle spielen, wie es in der Studie der Washington State University in Pullmann heißt. In Deutschland scheinen die Biobauern jedoch schlecht zu verdienen.

Für die Untersuchung haben die Forscher insgesamt 44 Studien miteinander verglichen. Hauptsächlich ging es um die finanzielle Entwicklung der ökologischen und der konventionellen Betriebe in der Landwirtschaft. Ebenso mit betrachtet wurden die Erträge von 55 verschiedenen Feldfrüchten, die in 14 Ländern aus fünf Regionen der Welt angebaut wurden. Betrachtet wurde ein Zeitraum von 40 Jahren, um ein repräsentatives Ergebnis zu erzielen. Der Gewinn der Biobauern ist nach ersten Angaben 35 Prozent höher als es die konventionellen Bauern erreichen. Zwar gibt es hier geringere Erträge, die aber mit den höheren Preisen wieder ausgeglichen werden. Weiterlesen

Klimawandel: Landwirtschaft vor großen Problemen

shutterstock_78749179_smallDer Klimawandel schreitet immer weiter fort mit feuchten Wintern und extremen Wettersituationen. Vor allem die Land- und Forstwirtschaft wird in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen stehen. Das gibt die Bundesregierung im aktuellen Monitoringbericht zur Anpassung an den Klimawandel bekannt.

Mit einer Strategie zur Anpassung sollen die wirtschaftlichen und natürlichen Systeme weiter geschützt werden. Die landwirtschaftliche Produktion könnte in den kommenden Jahren verstärkt unter sehr trockenen und heißen Perioden leiden. Daneben soll es Starkregen oder auch Hagelschläge geben, die nachteilige Folgen auf die Ernte haben. Der Klimawandel bringt jedoch nicht nur schlechte Effekte mit sich. Ein moderater Anstieg der Temperaturen und die verlängerte Vegetationsperiode bei einer guten Wasserversorgung könnten den Ertrag in der Landwirtschaft noch mehr steigern. Außerdem wäre somit der Anbau von Fruchtarten möglich, die in Deutschland noch nicht kultiviert sind. Weiterlesen