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Glaser lobt Entwicklung der Landwirtschaft

642610_original_R_K_by_Martin Gebhardt_pixelio.deGerhard Glaser lobte kürzlich die positive Entwicklung in der Landwirtschaft. Damit sprach der Vizepräsident des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg vor allem den Tierschutz und dem Umweltschutz an. Die Landwirtschaft habe sich über die vergangenen Jahre hinweg enorm weiterentwickelt.

Durch die Weiterentwicklung und die moderne Technik habe sich laut Glaser auch das Tierwohl gestärkt. Ähnlich verhält es sich bei der Lebensmittelqualität, die gestiegen ist. Zudem gibt es einen schonenderen Umgang mit natürlichen Ressourcen, der sich nachhaltig verbessert hat. Diese Dinge sprach er anlässlich der Gläsernen Produktion am vergangenen Sonntag in einem Milchviehbetrieb in Albstadt-Pfeffingen an. Die Betreiber dieser Anlage ist es vor allem wichtig, die artgerechte Haltung der Nutztiere zu zeigen und den sorgsamen Umgang mit der Natur. Die Familie um Andreas und Eva Roth zeigt dies besonders in ihrem Betrieb und der gläsernen Produktion. Die Verbraucher sollen auch die Leistungen dieser multifunktionalen Landwirtschaft vermittelt bekommen. Eine große Attraktion auf dem Hof waren nicht nur die 70 Milchkühe, sondern auch die Melkroboter. Sie übernehmen die Arbeit komplett allein und schließen die Geräte von selbst an die Zitzen der Milchkühe an. Weiterlesen

Bayern setzt auf Winterweizen

shutterstock_39094162_BeitragIn Bayern werden die Landwirte in diesem Jahr hauptsächlich Winterweizen anpflanzen. Das Getreide soll auf einer Anbaufläche von 549.400 Hektar Land stehen und damit alle Rekorde brechen. Der Bisher beliebte Winterraps scheint weniger attraktiv für die Landwirte und hat bereits viele Flächen verloren.

Das Bayrische Landesamt für Statistik hat eine erste Schätzung für die Ernte 2015 veröffentlicht. Demnach sollen die bayrischen Landwirte eine Fläche von etwa 1,07 Millionen Hektar mit Getreide bestellen, jedoch ohne Körnermais. Umgerechnet sind das 3,6 Prozent oder etwa 36.600 Hektar mehr als noch im Jahr zuvor. Vor allem die Getreidearten Winterweizen und Wintergerste sind beide sehr flächenstark vertreten. Die wichtigste Getreideart davon ist der Winterweizen. Seine Anbaufläche wurde im Vergleich zum Vorjahr um 21.800 ha erhöht und liegt jetzt bei 549.400 ha. Damit hat Bayern die bisher größte Fläche für Winterweizen erreicht. Eine ähnlich hohe Zunahme bei der Fläche gab es mit der Wintergerste. Hier sind die Flächen auf 257.200 ha angestiegen. Die Aussaat von Roggen hingegen wurde weiter verringert. Eingeschlossen ist Wintermenggetreide. Bereits im Vorjahr wurden 20 Prozent weniger Flächen damit angebaut. Jetzt gab es erneut eine Reduzierung um 11 Prozent auf 37.000 ha. Weiterlesen

Niedersachsen will Wolfsrudel stärker überwachen

690483_web_R_K_B_by_Jürgen Weingarten_pixelio.deDas Umweltministerium Niedersachsen hat jetzt eine stärkere Überwachung der Wolfsrudel beschlossen. Hauptsächlich geht es hierbei um das Wolfsrudel in Münster. Es sollen für die Überwachung weitere Investitionen getätigt werden. Grund dafür ist die Sichtung von weniger scheuen Wölfen, die mehrfach aufgefallen sind.

Aktuell soll Ursachenforschung betrieben werden, warum die Wölfe weniger scheu sind und sich genau in dieser Region zeigen. Wo es später notwendig ist, soll mit angemessenen Mitteln reagiert werden. Die Sicherheit des Menschen steht immer an oberster Stelle, wie das Umweltministerium bekannt gibt. Seit einigen Wochen wir ein verstärktes Monitoring der Wölfe betrieben und somit eine bessere Überwachung. Weitere Fachkräfte sollen nun in Dienst treten und das Verhalten erforschen. Der Umgang mit Wölfen unterliegt dabei weiterhin strengen Schutzmaßnahmen. Aktuell sei noch kein guter Erhaltungszustand gewährleistet. Dagegen ist langfristig jedoch an eine Regulierung zu denken. Weiterlesen

Bundesrat stimmt Düngemittelverordnung zu

637103_original_R_K_by_Thorben Wengert_pixelioDer Bundesrat hat seine Zustimmung zur Novelle der Düngemittelverordnung gegeben. Dennoch müssen einige Punkte geändert werden, wie kürzlich mitgeteilt worden ist. So soll der Gesetzgeber beispielsweise bestätigen, dass nicht allein Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft von den Grenzbestimmungen ausgenommen werden. So würde es die Vorlage des Bundeslandwirtschaftsministeriums bestimmen. Auch Gärreste ohne Bioabfallanteil müssen von den Bestimmungen für Dioxine und Polychlorierte Biphenyle ausgenommen werden.

Daneben fordern die Länder eine Änderung hinsichtlich der Analysetoleranz bei Magnesiuminhalten von Kalken. Kommen tierische Nebenprodukte in Düngemitteln zum Einsatz, fordert der Bundesrat eine entsprechende Kennzeichnung. Hier sollen die tatsächlich verwendeten Ausgangsstoffe gekennzeichnet werden. Bei dieser ersten Verordnung und Änderung soll es hauptsächlich um die Zulassung neuer Düngemittel und neuer Ausgangsstoffe für Dünger gehen. Mit dem Eisensulfat könnte somit ein weiterer Eisendünger für Blätter zugelassen werden. Der Wissenschaftliche Beirat für Düngungsfragen hat eine Empfehlung für die Zulassung von Eisenhumat ausgegeben. Hier soll der Mindestgehalt auf 6 Prozent von ehemals 8 Prozent herabgesetzt werden. Weiterlesen

Landwirte kritisieren Veröffentlichung von Daten

shutterstock_125394299Landwirte sowie Landvolk-Präsident Werner Hilse kritisieren derzeit die Veröffentlichung der Auszahlungsbeträge. Diese stehen im Internet öffentlich zur Einsicht. Problem hierbei: Die angegebenen Direktzahlungen sind kein Anhaltspunkt für das Einkommen der Landwirte. Die Beträge werden nicht als Einkommen gezahlt und sind für viele nicht nachvollziehbar. Gefordert werden jetzt Informationen und Hinweise zu dem Hintergrund der direkten Beihilfen. Ebenso soll die Bedeutung und die Rechtfertigung mit veröffentlicht werden, wie Hilse fordert.

Im Vordergrund bei den Bedenken stehen vor allem Neid-Diskussionen zwischen den Landwirten und in den Dörfern. Daneben könnte ein Missbrauch der Daten erfolgen, wenn diese so öffentlich präsentiert werden. Auch im Jahr 2010 wurde eine Veröffentlichung von personenbezogener Daten von natürlichen Personen unzulässig erklärt, da sie in einer allgemein zugänglichen Datenbank abgespeichert waren. Bis Ende Mai plant die EU eine Veröffentlichung aller Prämienempfänger in der Landwirtschaft. Hier soll aufgeführt werden, wer mehr als 1.250 Euro über mehr als zwei Jahre hinweg erhalten hat. Der aktuelle Agrarantrag hat die Landwirte auf diese Veröffentlichung hingewiesen. Weiterlesen

Achtung Borkenkäfer: Warnung für Bayern

shutterstock_26210566_BeitragDie warmen Tage im Mai begünstigen den Schwärmflug und damit auch die Ausbreitung des Borkenkäfers. Waldbesitzer sind dazu aufgefordert, vor allem die Fichtenwälder besonders gründlich abzusuchen und auf den Befall hin zu kontrollieren. Vor allem die bayerischen Wälder seien besonders betroffen. Dazu zählen auch die Waldbestände, die von Orkan Niklas geschädigt wurden.

Die Symptome für den Borkenkäfer sind leicht zu erkennen. Bei einem frischen Befall zeigt sich das braune Bohrmehl auf den Rindenschuppen und am Stammfuß. Auch die Spinnweben in der Vegetation am Boden weisen auf den Befall hin. Ist der Baum länger befallen, so färbt sich seine Krone braun und die Rinde blättert ab. Vor allem die Schäden des Orkans bieten sich für Borkenkäfer an. Landwirte und Waldbesitzer sind deshalb dazu aufgefordert, die gebrochenen oder geworfenen Bäume schnell aufzuarbeiten. So entziehen sie dem Käfer die Brutmöglichkeiten. Bestenfalls ist mit einzelnen Bäumen und kleineren Schäden im Wald zu beginnen. So lässt sich die Ausbreitung der Käfer besser kontrollieren. Weiterlesen

Europäische Landwirte investieren weniger

288505_web_R_K_B_by_Stephanie  Hofschlaeger_pixelio.deDie aktuelle Geschäftslage bereitet den europäischen Landwirten Kopfzerbrechen. Sowohl in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Polen ist Unzufriedenheit zu merken. Grund dafür ist die trübe wirtschaftliche Lage seit Herbst 2014. Während das Wirtschaftsjahr 2013/14 noch gut Ergebnisse einbrachte, hat der stärker werdende Preisdruck für Getreide, Schweinefleisch und Milch seine Spuren hinterlassen. Das bestätigten kürzlich die Ergebnisse der Trendmonitor der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft DLG für Europa.

Polen ist vor allem durch den Ausbruch der afrikanischen Schweinepest belastet. Auch das Importembargo in Russland lastet auf der Landwirtschaft in Europa. In Polen haben man bereits um staatliche Hilfe gebeten. Somit sollen die wirtschaftlichen Folgen für die Betriebe gemindert werden. Außerdem geht die Investitionsbereitschaft für die kommenden Monate deutlich zurück. Trotz des Rücklaufs bleibt sie jedoch auf einem hohen Niveau. In Deutschland wollen 46 Prozent der Landwirte investieren, 5 Prozent weniger als im Herbst 2014. In Polen sind es 47 Prozent und in Großbritannien noch 48 Prozent. Ganz anders sieht die Situation in Frankreich aus. Hier ist die Investitionsbereitschaft um 7 Prozent gesunken. Demnach wollen nur 21 Prozent der Landwirte Investitionen tätigen. Weiterlesen

Mecklenburg-Vorpommern: Öko-Bauern geben auf

IMG_1021_beitragDer Öko-Landbau erleidet immer wieder Rückschläge. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern geben die Ökobauern der Reihe nach auf und können die Betriebe in dieser Form nicht halten. Das Bundesland gehörte zu den Vorreitern im Öko-Landbau und kommt dennoch nicht gegen die Absatzprobleme an.

Vor allem Getreide und Fleisch konnten nicht mehr in der Masse verkauft werden. Die Öko-Bauern sehen deshalb nur einen Ausweg: Sie gehen zur konventionellen Bewirtschaftung zurück. Allein im vergangenen Jahr hat die Ökofläche in der Region um 600 ha abgenommen. Aktuell werden noch 119.000 ha für den Öko-Landbau eingesetzt. Im Gegensatz dazu ist jedoch der Umsatz bei den Bio-Lebensmitteln gestehen. 2014 ging der Wert von 7,55 Mrd Euro auf 7,91 Mrd Euro nach oben. Der Markt scheint also gut zu funktionieren. Obst, Gemüse und Kartoffeln aus biologischem Anbau sind knapp. Im Nordosten werden genau diese Lebensmittel kaum oder nur sehr wenig angebaut. In Mecklenburg-Vorpommern müssen die Bauern jetzt nach einer Lösung suchen. Gerade hier sind die Probleme besonders groß. Den Bauern fehlt es an Beratung und Vermarktungsstrukturen. Weiterlesen

Benötigt: 20.000 ha für den Hochwasserschutz

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen benötigen auch landwirtschaftliche Nutzflächen. Die Maßnahmen werden im Rahmen des Nationalen Hochwasserschutzprogramms durchgeführt. Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt gehen davon aus, dass 20.000 ha Land gebraucht werden. Ein Großteil soll aus der Landwirtschaft abgezogen werden.

Ein Großteil der benötigten Flächen fallen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern an. Derzeit befinden sich diese Flächen noch im Besitz der Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft GVVG. Hierbei wird es sich um Flächen zwischen 4.000 und 6.000 ha handeln, die aktuell als landwirtschaftliche Nutzfläche gelten. Die Minister kündigten hier einen Flächenkauf an. Dies betrifft vor allem den Deichrückbau. Bei der Anlage von Polderflächen soll hingegen ein Ausgleich für die Einschränkungen in der Nutzung geschaffen werden. Somit müssen die Landwirte die Flächen nicht komplett verkaufen. Weiterlesen

Stallpflicht in Schleswig-Holstein aufgehoben

702419_web_R_K_B_by_Christoph Aron_pixelio.deZum 30. April soll die Stallpflicht im kompletten Bundesland Schleswig-Holstein aufgehoben werden. Das teilte kürzlich das Kieler Landwirtschaftsministerium mit. Der Erlass ist bereits in die Kreisveterinärbehörden übermittelt worden. Somit heißt es für das Geflügel passend zur warmen Jahreszeit: Freilauf.

Für diese Entscheidung wurden mehrere Proben von Wildvögeln aus Schleswig-Holstein genommen. In keinem Fall ist die bekannte Krankheit H5N8 oder ein anderer hochpathogener Subtyp dieses Virus nachgewiesen worden. Die milde Witterung hat außerdem dafür gesorgt, dass alle Vögel rechtzeitig wieder aus dem Süden zurückkehren konnten und hier kein Stau zu erwarten ist. Das steht dem Freilauf des hier lebenden Geflügels nichts mehr im Weg. Die Kreisveterinärbehörden können nun die Aufstallungsanordnungen im kompletten Bundesland aufheben. Weiterlesen