Sie befinden sich hier:  News-Blog der EDER GmbH, agrar-direct

Pflanzenschutz sorgt für Bienensterben

42143_R_K_B_by_Verena N._pixelio.deEine neue EU-Studie zeigt die angeblichen Verantwortlichen für das Bienensterben in der Landwirtschaft. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sei schädlich für den Bestand von Honigbienen, wie das EU-Wissenschaftsnetzwerk Easac in seiner Studie belegt. Somit erhält die Pflanzenschutzindustrie starke Kritik von Seiten der EU.

Laut der Studie existieren starke Beweise für die negativen Wirkungen der Pflanzenschutzmittel auf andere Organismen. Speziell betroffen davon sind Neonicotinoid-Insektizide, wie es in der Studie der vergangenen Woche gezeigt wird. Der Bericht fasst dabei die Befunde einer Expertengruppe zusammen, die aus 13 Forschern besteht. Das Netzwerk Easac selbst berät die Entscheidungsträger in der EU und übt Kritik am Pflanzenschutz. Bis Dezember will die EU-Kommission die vor zwei Jahren festgelegten Beschränkungen für die Neonikotinoide prüfen. Überwiegend werden diese Mittel von Bayer und Syngenta produziert. Mehr als 120 Länder verwenden die Schutzmittel in der Landwirtschaft. Weiterlesen

Düngeverordnung: Schmidt will Einigung mit Ländern

637103_original_R_K_by_Thorben Wengert_pixelioDer Streit um die Novelle der Düngeverordnung zieht weitere Kreise. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zeigt jetzt einen starken Willen zur Einigung in diesem Streit. Laut eigener Aussage will er vermeiden, dass erst ein Maßgabenbeschluss des Bundesrates über die Verordnung weitere Klarheit bringt. Ein Kompromiss mit den Ländern soll hier weiterhelfen.

Die größte Diskussion kursiert aktuell in Bezug auf die Länderöffnungsklauseln. Hierbei geht es um schärfere Anforderungen in den als Rot deklarierten Gebieten. Ebenso spielt die Entlastung in unbelasteten Regionen eine wichtige Rolle. Der Kompromiss in der Düngeverordnung muss weiterhin von den Anlagen zur Lagerung von Gülle und Jauche bestimmt werden. Schmidt will in diesem Bereich einen Schutz für die bestehenden Anlagen schaffen vor zusätzlichen Anforderungen. Gleichzeitig kann er sich weitgehende Regelungen für die Anlagen vorstellen.

Innerhalb der Bundesregierung herrscht bisher noch kein Einvernehmen über eine Novelle der Düngeverordnung. Zwischen den Ressorts Agrar und Umwelt gibt es starke Differenzen und Auffassungsunterschiede. Weiterlesen

Import: Bio-Milch aus Österreich

539119_web_R_by_Lupo_pixeliBayrische Molkereien wollen aktuell keine Bio-Milch mehr aus Österreich beziehen. Aktuell lieferten vor allem die Bauern in den Grenzregionen Salzburg und Niederösterreich die Biomilch lieber an die bayrischen Abnehmer. Die österreichischen Molkereien haben für die Milch deutlich weniger bezahlt als die Unternehmen in Deutschland. In Bayern gab es im Januar etwa 47 Cent pro Kilogramm. In Österreich nur 41,8 Cent pro Kilogramm.

Die Österreicher exportieren etwa 30 Millionen kg Milch im Jahr nach Bayern. Die Tendenz ist weiter steigend. So produziert Österreich aktuell 500 Millionen kg Biomilch. Allein 360 Millionen kg davon werden exportiert. Die Verbände des Landes sorgen sich langsam, dass es in Österreich selbst bald zu wenig Biomilch geben könnte. In Deutschland ist dieses Problem bereits eingetreten. Während in Österreich der Anteil bei 15 Prozent liegt, geht es in Deutschland jedoch nur um zwei Prozent. Weiterlesen

Zahl der Campylobacter-Infektionen steigt

shutterstock_98591267_smallDie Zahl der stationär behandelten Campylobacter-Erkrankungen hat sich seit dem Jahr 2000 verfünffacht. Experten begründen den explosionsartigen Anstieg der Erkrankungen durch den vermehrten Verzehr von Geflügelfleisch. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) forderte bereits im März anhand der Auswertung des Zoonosen-Monitoring 2013 deutliche Verbesserungen in der Geflügelschlachthygiene.

Laut Statistischem Bundesamt habe die Zahl der Infektionen mit Campylobacter-Bakterien gegenüber den Vorjahren sehr stark zugenommen. Im Jahr 2000 wurden rund 2300 Patienten vollstationär im Krankenhaus behandelt. 2013 gab es mit knapp 11.300 Behandlungen einen Anstieg von 380 Prozent. Insgesamt belief sich die Zahl der gemeldeten Fälle durch Campylobacteriose  im Jahr 2013 auf 63.600. Weiterlesen

Milchquotenende bleibt strittiges Thema bei Bauern und Politik

shutterstock_119982919_BeitragIm Südwesten Deutschlands könnte das Milchquotenende den schnellen Strukturwandel weiter vorantreiben. Laut einer Umfrage der Universität Hohenheim kann sich jeder dritte Milchbauer in Baden-Württemberg vorstellen, nach dem Quotenende aus der Milchviehhaltung auszusteigen. Brandenburgs Agrarpolitiker Jörg Vogelsänger sieht das Quotenende hingegen als Chance zur Stärkung der Milchproduktion in seiner Region.

Prof. Reiner Doluschitz und seine Agrarökonomen von der Universität Hohenheim befragten 372 Milcherzeuger in Baden-Württemberg zum Quotenaus. Rund 61 Prozent der Befragten stünden dem Quotenende, das seit dem 01. April gilt, skeptisch gegenüber. Jeder dritte Milcherzeuger könne sich laut Umfrage sogar den Ausstieg aus der Milchproduktion vorstellen. Vor allem die hohe Anfälligkeit bei Marktverwerfungen führe bei kleineren Betrieben zu dieser Entscheidung, erklärt Pamela Lavén, Agrarinformatikerin der Universität. Weiterlesen

WWF fordert Reduzierung des Fleischkonsums

632158_original_R_K_B_by_Peter Smola_pixelio_BeitragMit der aktuellen Studie „Das große Fressen“ zeigt der World Wide Fund for Nature (WWF), dass der steigende Fleischverbrauch zum Kollaps der Agrarwirtschaft führe. Weltweit würden Waldgebiete und Ackerland vernichtet, um mehr Platz für die Fleischindustrie zu schaffen. Um auch zukünftig eine ressourcenschonende Landwirtschaft zu gewährleisten, fordert der WWF eine Reduzierung des Fleischkonsums.

Vor allem Industrienationen wie Deutschland tragen laut WWF eine hohe Verantwortung für die weltweite Ernährung und den Ressourcenverbrauch. Jährlich importiere Deutschland eine große Menge Soja zu Futterzwecken aus Brasilien und Paraguay. Dadurch würden die natürlichen Ressourcen der Herkunftsländer angegriffen und die Agrarflächen einseitig beansprucht werden, erklärt Tanja Dräger de Teran, WWF-Referentin für nachhaltige Landnutzung, Klimaschutz und Ernährung. Weiterlesen

Zuckermais als greeningfähig erklärt

shutterstock_151273463_BeitragDie Europäische Kommission hat den Zuckermais rechtzeitig vor der neuen Anbausaison als greeningfähige Kultur eingestuft. Damit reagierte die europäische Behörde auf die breite Kritik der deutschen Landwirte. Der Greeningfaktor beim süßen Mais soll voraussichtlich bei 0,5 liegen.

Bisher war unklar, ob Zuckermais-Kulturen im Rahmen der Greening-Auflagen als ökologische Vorrangfläche anerkannt werden. Das stieß vor allem auf Kritik der deutschen Agrarbauern. Die EU-Kommission reagierte nun auf den Einspruch der Landwirte und gab den Zuckermais als greeningfähige Kultur frei. „Die Züchtung ist heute soweit, dass der Zuckermais auch in nördlicheren Gefilden ausreift“, heißt es von Seiten der EU-Kommission. „Aufgrund seines ausgesprochen positiven Nährwertes ist er eine Kultur mit Zukunft“, so der EU-Sprecher weiter. Weiterlesen

Neue Agrar-Prämien in Niedersachsen

136367_R_K_B_by_Regina Kaute_pixelio.deNiedersachsen vergibt wieder Prämien an Landwirte, die an Agrar-Umweltmaßnahmen (AUM) teilnehmen. Die bisherigen Umwelt-Programme wurden von der Politik inhaltlich überarbeitet und sollen nun mit großem Erfolg zu einer Verbesserung der Umwelt führen.

Agrarminister Christian Mayer zeigt sich optimistisch gegenüber den neu geplanten Agrar-Umweltmaßnahmen. Zwar würden die modifizierten Agrar-Programme mehr Ansprüche an die Landwirte stellen, der Erfolg für die Umwelt und das Interesse der Bauern wären jedoch groß. So wurden bereits „deutlich mehr Anträge gestellt und bewilligt als bisher“, bestätigte der Minister.

Vor allem die Schaffung von Äsungsflächen für Nordische Gastvögel würde laut Ministerium auf großen Zuspruch treffen. Niedersachsen habe bereits rund 25.000 Hektar Acker und Dauergrünland bewilligt. Das sei knapp ein Viertel mehr gegenüber der letzten Förderperiode. Weiterlesen

Patent auf Brokkoli erlaubt

shutterstock_80917090_BeitragDie Große Beschwerdekammer des Europäischen Patentamtes (EPA) gab jetzt in letzter Instanz die Erlaubnis für das Brokkoli-Patent. Das ermöglicht in Zukunft die Patentierung auf konventionell gezüchtete Pflanzen. Züchter und Politik kritisieren diese Entscheidung, denn damit sei das primäre Recht auf Sortenschutz demontiert und die Weiterentwicklung von Öko- und Agrarsystemen gefährdet.

Dr. Carl Stephan Schäfer, Leiter des Bundesverbandes Deutscher Pflanzenzüchter (BDP), ist sich sicher, dass das Patentrecht mit der aktuellen Entscheidung des EPA in Zukunft unangemessen ausgedehnt werde. Das Patentrecht auf konventionell gezüchtete Pflanzen würde den Züchtungsfortschritt enorm verlangsamen und die vielseitige Züchterlandschaft eindämmen. Bisher konnten Züchter nach dem Sortenschutzrecht neue Sorten anderer Züchter für eigene Zwecke verwenden und auf deren Leistungen aufbauen. Weiterlesen

Alternatives Verfahren zur Tötung von Küken

439463_BeitragBundesagrarminister Christian Schmidt setzt auf ein neues Verfahren der Universität Leipzig. Anstelle der Tötung von männlichen Küken, soll eine neue Lasermethode zur Geschlechtsbestimmung im Ei eingesetzt werden. Setzt sich das neue Verfahren durch, sollen bis Ostern 2017 alle Brütereien in Deutschland mit der neuen Methode arbeiten.

Bei einem Informationsbesuch in Leipzig zeigte sich Agrarminister Schmidt zuversichtlich. Schon im Mai soll die Universität Leipzig mit der Entwicklung praxistauglicher Maschinen zur Umsetzung der neuen Methode beginnen. Schmidt ist sich sicher, dass sich das neue Verfahren ohne Probleme durchsetzen wird. Denn sobald es eine Lösung gäbe, die das Töten der Tiere überflüssig mache, greife das Tierschutzgesetz, bekräftige er. Weiterlesen