Sie befinden sich hier:  News-Blog der EDER GmbH, agrar-direct

Putenmast: Mindeststandards von den Linken gefordert

putenstallDie Linksfraktion im Bundestag fordert jetzt eine rechtliche Vorgabe von Mindeststandards für die Putenmast. Das gab die agrarpolitische Sprecherin Dr. Kirsten Tackmann bekannt. Geregelt werden sollen die Standards in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung. Laut Ansicht der Partei könnte es auch Fortschritte mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Wirtschaft geben. Daneben ist für die Erzeugerbetriebe stattliche Unterstützung gefordert für die notwendigen Anpassungen.

Die Bundesregierung selbst geht fest davon aus, dass die Haltungsbedingungen für Puten zum größten Teil befolgt werden. Zu diesen Bedingungen hat sich die Wirtschaft im Jahr 2013 freiwillig selbst verpflichtet. Demnach sollen sich die Haltungsbedingungen verbessert haben, wobei es aktuell keine Änderung in den tiergesundheitlichen Kennzahlen gibt. Weitere Fortschritte verspricht sich die Regierung durch das Umsetzen des freiwilligen Gesundheitskontrollprogramms. Die Putenmastbetriebe stehen hier unter einer Selbsteinschätzung und kann Vergleiche zum vorhergegangenen Mastdurchgang oder zu anderen Betrieben ziehen. Weiterlesen

Keine tragenden Schlachtkühe erlaubt

354555_original_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio_smallDer Weg zum Schlachthof ist für hochtragende Tiere verboten. Dennoch werden immer wieder einzelne tragende Tiere zum Schlachten freigegeben. Das Landvolk Niedersachsen arbeitet derzeit mit dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium zusammen, um den Gründen für diese Szenarien nachzugehen.

Sämtliche Tierhalter müssen den Grundsatz für die tragenden Tiere berücksichtigen. Besonders betrifft es die Halter von Rindern. Sämtliche Landwirte müssen sicherstellen, dass die weiblichen Tiere nicht hochtragend sind, bevor sie zur Schlachtung kommen. Zu den betroffenen Rindern gehören vor allem Milch- oder Mutterkühe sowie Mastrinder. Vor dem Schlachttermin müssen sich die Tierhalter noch einmal genauer versichern, dass die Tiere nicht tragend sind. Nur in begründeten Ausnahmefällen kann eine Schlachtung zugelassen werden. Dies gilt beispielsweise bei einer nicht behandelbaren Eutererkrankung bei Milchkühen. Doch auch hier muss der Landwirt den Schlachthof informieren, dass es sich um ein tragendes Tier handelt. Weiterlesen

Extreme Regenfälle steigen an

shutterstock_90261658_beitragWeltweit sind die Regenfälle immer extremer geworden in den vergangenen 30 Jahren. Zu dieser Erkenntnis sind die Wissenschaftler vom Postdam-Institut für Klimaforschung gekommen. Bis zum Jahr 1980 sind Häufigkeit und die Schwankungen von Starkregen mit einem natürlichen Prozess zu erklären. Die Rekordregenfälle der jüngsten Zeit jedoch waren in dieser Form noch nie dagewesen. Schuld sei der Klimawandel an der aktuellen Situation.

Erst Dürre, dann Regenfälle – die Wetterextreme machen vor allem der Landwirtschaft sehr zu schaffen. In den kommenden Jahren könnte es mit diesen Bedingungen noch weiter gehen. Die Zunahme der Regenfälle passt laut Institut zum Anstieg der globalen Mitteltemperatur. Damit ist die Klimaerwärmung mittlerweile sehr stark zu spüren und wird durch die Treibhausgase in der Atmosphäre verursacht. Regenfälle kommen sturzbachartig auf die Erde nieder und bringen in kurzer Zeit folgenschwere Überschwemmungen mit sich. Weiterlesen

Schlechte Lage auf dem Milchmarkt: Maßnahmen gefordert

482857_web_R_K_by_Ursula Kröll_pixelio_BEITRAGDas EU-Parlament hat am Mittwoch einen Beschluss für eine bessere Lage auf dem Milchmarkt getroffen. So soll die Kommission jetzt aufgefordert werden, mehr für die EU-Milchviehlandwirte zu tun und damit den Milchmarkt wieder etwas entspannen. Unterstützung bekommen die Abgeordneten des Parlaments von Copa/Cogeca.

Die Europaabgeordneten gehen mit der Kommission hart in die Kritik. So sollen die neuen Herausforderungen für den EU-Milchsektor und das Auslaufen der Milchquoten nicht richtig eingeschätzt werden. Außerdem spielt das vor kurzem veranlasste russische Embargo für Milch und andere Lebensmittel mit rein. Landwirte und Milchviehbauern würden dadurch eine sehr schwierige Situation durchmachen. Weiterlesen

Verbot: Kein Schnäbelkürzen mehr

shutterstock_100201472Auf die Geflügelwirtschaft in Deutschland kommt eine große Veränderung zu. In Zukunft dürfen bei Legehennen und Mastputen keine Schnäbel mehr gekürzt werden. Grund für das Kürzen war häufig, dass sich die Tiere nicht mehr gegenseitig verletzten können.

Das Verbot zum Schnäbelkürzen geht auf eine Vereinbarung zurück, die von mehrere Personen unterzeichnet worden ist. Dazu gehört Leo Graf von Drechsel als Präsident der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZGD), Günther Scheper als Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsches Ei (BDE) und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Die Vereinbarung wurde am Donnerstag dieser Woche in Berlin getroffen. Allerdings benötigten die Initiatoren zuvor noch die Zustimmung des Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Putenerzeuger (VDP, Thomas Storck). Weiterlesen

Erhöhte Gefahr vor Antibiotikaresistenzen

289637_small_original_R_K_by_Klicker_pixelio.deAuf der aktuellen Tagung „The Enviromental Dimension of Antibiotic Resistance“ wurde wieder auf die steigende Gefahr der Antibiotikaresistent hingewiesen. Demnach nimmt der weltweite Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung als auch in der Humanmedizin weiter zu. Gleichzeitig steigt die Gefahr, dass Bakterien Resistenzen gegen diese Wirkstoffe entwickeln. Dabei besteht die Gefahr nicht nur in Tierställen oder Krankenhäusern, sondern ist auch in der Umwelt gegeben.

Insgesamt 155 Wissenschaftler aus 30 verschiedenen Ländern aller Kontinente sind in Wernigerode zur Tagung zusammengekommen und haben ihre Forschungsergebnisse vorgestellt. Die Einladung zu dieser Tagung ging vom Julius-Kühn-Institut in Braunschweig aus. Nach internen Angaben überprüfe man derzeit die Fähigkeit von Bakteriengemeinschaften intensiv, sich durch Antibiotika immer besser anzupassen. Die Bakterien weisen beispielsweise mobile genetische Elemente auf, über die sich Informationen untereinander austauschen können. Dabei könnten diese Bakterien nicht nur ein Gen beinhalten, das eine Resistenz gegen ein bestimmtes Antibiotikum vermittelt. Es sind auch mehrere Gene denkbar, die Bakterien auch gegen Desinfektionsmittel, gegen andere Antibiotika oder Metallverbindungen resistent machen. Das Institut spricht hier von dem Problem der „Ko-Selektion“. Weiterlesen

Belegt: Wölfe auch in Baden-Württemberg heimisch

690483_web_R_K_B_by_Jürgen Weingarten_pixelio.deIn den vergangenen Wochen und Monaten haben es die Wölfe immer wieder in die Schlagzeilen geschafft. Nach mehreren Sichtungen ist es jetzt erwiesen. Die Wölfe haben sich auch in Baden-Württemberg angesiedelt und könnten sich von hier aus noch weiter in Deutschland ausbreiten.

Grund für diese Annahme war ein überfahrener Wolf auf der A5 bei Lahr im Schwarzwald. Es handelt sich um einen Wolfsrüden, bei dem anschließend ein DNA-Test durchgeführt worden ist. Schnell war klar, dass sich die Tiere auch in Baden-Württemberg angesiedelt haben. Zuletzt tauchten auch einige Exemplare in Niedersachsen auf. Hier wurden die Wölfe in der Nähe von Siedlungen gesichtet. Das Besondere: Sie zeigten keine Scheu. Alexander Bonde veranlasste als Agrarminister nun weitere Untersuchungen zum Thema Wolf. Bei dem überfahrenen Wolfsrüden sollte festgestellt werden, ob er aus der Schweiz oder aus Frankreich eingewandert ist. Nach den aktuellen Angaben des Naturschutzbundes Deutschland leben etwa 30 Rudel wieder im Land. Viele Wolfspaare und mehrere Einzeltiere haben sich in den vergangenen Jahren wieder in der Bundesrepublik ansiedeln können. Die hauptsächlichen Verbreitungsgebiete sind Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen. Weiterlesen

Tiertransporte sollen stärker kontrolliert werden

618784_small_original_R_K_B_by_pogobuschel_pixelio.deDer Deutsche Tierschutzbund fordert jetzt strengere Kontrollen bei Tiertransporten. Thomas Schröder bestätigt als Präsident des Tierschutzbundes, dass es sich vor allem um Transporte von landwirtschaftlich genutzten Tieren handelt. Die Kontrollen sollen nicht nur strenger, sondern häufiger vorgenommen werden.

Mit dieser Forderung appellieren die Tierschützer an die Politik Deutschlands. Die Politiker sollen endlich handeln und die Zustände bei den Tiertransporten regulieren. Die Tierschützer sprechen hier von katastrophalen Zuständen, die man nur mit einer einheitlichen Sanktionierung bei Verstößen verbessern könnte. Gleichzeitig soll es neue oder besser formulierte Vorgaben geben, da die bisherigen Vorgaben nicht ausreichen würden. Wichtiges Ziel ist, den Transport und Schlachtung von trächtigen Tieren grundsätzlich zu verbieten. Weiterlesen

Meyer warnt Geflügelhalter vor der Hitze

shutterstock_126125009_smallDer Landwirtschaftsminister Niedersachsens Christian Meyer zeigt sich sehr besorgt über die derzeitige Hitzewelle. Er warnt die Geflügelhalter vor den hohen Temperaturen und weist auf die Empfindlichkeit der Tiere hin. Die Temperaturen sorgen in Verbindung mit einer hohen Luftfeuchtigkeit gerade bei Geflügel für extreme Belastungen bei den Tieren. Meyer will die Landwirte besser aufklären.

Hühner und Puten reagieren anders auf die Hitze, als der Mensch oder andere Tiere. Das Geflügel kann beispielsweise nicht schwitzen. Deshalb gilt es, die Bestände immer wieder zu beobachten. Außerdem müssen Abkühlungen für die Tiere geschaffen werden, wo es möglich ist. Dazu gehört in erster Linie eine Lüftung und Kühlung in den Stallanlagen. Gerade an heißen Tagen darf das nicht vernachlässigt werden. Es gibt verschiedene Merkblätter für die Landwirte, die auf die Zustände bei Hitze hinweisen. Dies betrifft Puten, Legehennen, Pekingenten und Jungmasthühner. Die Landwirte sind dazu aufgefordert, die Tipps im eigenen Interesse zu befolgen. Andere Verhaltensweisen sieht Meyer als fahrlässig an. Weiterlesen

Milchmarkt steht weiter unter Beobachtung

482857_web_R_K_by_Ursula Kröll_pixelio_BEITRAGDie Bundesregierung soll weiterhin die Folgen des Ausstiegs aus dem Milchquotensystem beobachten. Seit Anfang April 2015 ist das Ende der europäischen Milchquote für den deutschen Markt besiegelt. Jetzt soll die neue Marktausrichtung bei der Milcherzeugung genauer analysiert werden.

Die Bundesregierung ist dazu aufgefordert, mit den Bundesländern zu kooperieren. Dabei soll im Rahmen der verschiedenen Programme zur ländlichen Entwicklung auch zur Sprache gebracht werden, dass es Unterstützung durch Förderung bei der Bewirtschaftung von Gründlandstandorten gibt. Gleichzeitig ist eine Stärkung der Marktposition der Milcherzeuger vorgesehen. Die SPD gibt außerdem bekannt, dass die Quotierung der Milchmenge nicht effektiv genug dem Weltmarktpreis gegenüber gestanden hat. Allerdings sei der Strukturwandel nicht mehr zu stoppen. Unterstützung für die Milchbauern soll es im Hinblick auf finanzielle Maßnahmen und durch eine bessere Beratung geben. Mit Sorge beobachtet die Bundesregierung den derzeitigen Preisverfall. Wird dieser Verfall nicht gestoppt, muss die Europäische Union eingreifen. Andernfalls würden sich die Fehler der Vergangenheit wiederholen und es gibt wieder einen Grund für die Mengenregulierung. Weiterlesen