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Studie bestätigt: Ringelschwanz-Prämie führt zu Tierquälerei

shutterstock_117456790_BeitragDas Kupieren der Schwänze von Schweinen führt zu weniger Tierwohl. Das bestätigt jetzt die Praxisstudie der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo). Trotzdem will das Ministerium für Landwirtschaft an der geplanten Ringelschwanz-Prämie von Landwirtschaftsminister Meyer festhalten.

Der Plan des Landwirtschaftsministeriums ist es, den Verzicht auf das Schwanzkürzen bei Schweinen mit einer staatlich geförderten Prämie zu unterstützen. Im Rahmen der sogenannten Ringelschwanz-Prämie sollen Tierhalter zwischen 16 und 18 Euro pro unversehrtem Tier erhalten. Die Resultate der Machbarkeitsstudie von der TiHo sprechen jedoch gegen die Umsetzung der Ministeriumspläne: „Minister Meyer hat es nun schwarz auf weiß: Seine Ringelschwanz-Prämie ist in der Realität der Tierhaltung eine Blut-Prämie“, sagte Landtagsabgeordneter Helmut Damman-Tamke von der CDU. Weiterlesen

Zu viele Keime bei Geflügel

702419_web_R_K_B_by_Christoph Aron_pixelio.deDas Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gab jetzt die Ergebnisse ihres Zoonosen-Monitoring 2013 bekannt. Die Belastung durch Keime hat sich in den letzten Jahren kaum reduziert. Vor allem Campylobacter und MRSA sind ein Problem in der Lebensmittelkette.

Das BVL veröffentlichte jetzt das Zoonosen-Monitoring 2013. Die repräsentative Analyse zeigt, dass Masthähnchen und frisches Geflügelfleisch immer noch zu stark kontaminiert sind. In den letzten Jahren seien keine merklichen Fortschritte in der Verringerung der Cambylobacter Bakterien erzielt worden. Zudem wurden häufig antibiotikaresistente Keime wie MRSA und ESBL-bildende Bakterien nachgewiesen. Weiterlesen

SPD fordert Investitionsprogramm für Güllelager

DüngungDie bayrische Landtagsfraktion der SPD hat neue Forderungen hinsichtlich der Güllelager gestellt. So soll es ein Investitionsprogramm zur Schaffung von zusätzlichem Lagerraum für den Dünger aus Tierhaltung geben. Dabei verwies ein Sprecher der Partei auf die geplante Umstellung der Düngemittelverordnung und die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen.

Nach dem Inkrafttreten der beiden Verordnungen müssten Betriebe mit mehr als 3 GVE (Großvieheinheiten) pro Hektar sowie alle Biogasbetriebe Lagerkapazität von 9 Monaten für den flüssigen Dung aufweisen. Dies gilt zumindest nach einer Übergangszeit von fünf Jahren. Die Landtagsfraktion der CSU weist jedoch darauf hin, dass scheinbar die Bauindustrie davon profitieren soll. Weiterlesen

Saatgutnovelle der EU-Kommission zurückgezogen

618904_original_R_K_by_Peter Freitag_pixelio.deKürzlich hatte die EU-Kommission einen Vorschlag eingebracht zur Reform des EU-Rechts für Pflanzenvermehrungsmaterial und Saatgut. Diese Novelle wurde jetzt zurückgezogen, wie die Kommission in der vergangenen Woche bestätigte. Die Entscheidung soll im EU-Amtsblatt noch veröffentlicht werden.

Wie geht es weiter?

Die EU-Kommission hat die Novelle bereits Ende des vergangenen Jahres in das Arbeitsprogramm für 2015 aufgenommen. Jetzt soll jedoch erst einmal geprüft werden, wie es überhaupt weitergehen kann. Der gesamte Vorschlag zur Reform des EU-Rechts für Saatgut wurde bereits im März 2014 verworfen. Die Kommission sollte einen neuen Vorschlag vorlegen. Weiterlesen

Keine BSE-Testpflicht mehr für Rinder

shutterstock_small_97172699Künftig wird es keine Testpflicht mehr für gesund geschlachtete Rinder auf BSE geben. Die Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE), auch als Rinderwahn bekannt, hatte viel Aufsehen in den Medien erwirkt. Jetzt hat das Bundeslandwirtschaftsministerium am vergangenen Freitag den Anpassungen an die Testpflicht zugestimmt.

Änderungen mit der neuen Verordnung

Bisher mussten alle Rinder mit einem Alter von über 132 Monaten überprüft werden. Dieses verpflichtende Monitoring fällt jetzt weg. Das sieht die neue Verordnung des Bundeslandwirtschaftsministeriums vor. Die Testpflicht ist sowohl aus Gründen der Tierseuche und aus Sicht des Verbraucherschutzes nicht mehr notwendig. Weiterlesen

Imker vermelden große Verluste

582936_web_R_K_B_by_Rosel Eckstein_pixelio.deDie Imker haben über diesen Winter große Verluste zu beklagen. Dabei war der Winter in vielen Regionen nicht sonderlich kalt oder schneereich. Dennoch scheinen etwa 30 Prozent der Bienenvölker den vergangenen Winter nicht überlebt zu haben. Das geben die Schätzungen der Imker preis. Normalerweise sind es nur 10 Prozent der Völker, die nicht über den Winter kommen.

Allein in Deutschland gibt es etwa 750 000 Bienenvölker. Bei einem Verlust von 30 Prozent sind rund 225 000 Völker nicht über den Winter gekommen. Das gab in dieser Woche die Sprecherin des Deutschen Imkerbundes bekannt. Petra Friedrich bestätigte dies auf einer Konferenz in Wachtberg bei Köln und wies darauf hin, dass sich die Völker nicht wieder von allein aufbauen. Weiterlesen

DVL fordert einfache Agrarförderung auf Weideflächen

573625_original_R_K_B_by_Angelika Koch-Schmid_pixelio.deDie Förderung von Weideflächen ist auch mit der neuen reformierten Agrarpolitik noch mit vielen Hürden versehen. Das kritisiert jetzt der Deutsche Verband für Landwirtschaftspflege und fordert eine Vereinfachung der Agrarförderung. Gerade die Beweidung von Trockenrasen, Almweide oder Feuchtwiesen ist noch immer mit einer enormen Bürokratie verbunden. Das trifft sowohl auf den Naturschutz als auch auf die Landwirte zu.

Wiesen gelten nicht als landwirtschaftliche Produktionsfläche

Die neuen Richtlinien wurden bei einer Tagung des DVL in Köln neu bewertet. Dabei ist das größte Problem die Anerkennung der Weideflächen, die zur ersten Säule der Agrarförderung gehören. Der Geschäftsführer des DVL fordert deshalb eine Vereinfachung der Regeln für die Landwirte. Weiterlesen

Umsetzung der EU-Agrarreform: Kleinbetriebe sind überfordert

Gerd-AltmannDie EU-Agrarreform ist bisher ein umstrittenes Thema und bringt viele Fragen mit sich. So sind sich die Landwirte noch unsicher, wie sie ihre ökologischen Zusatzleistungen erbringen können. Der Landesverband Brandenburg weist jetzt darauf hin, dass vor allem kleinere Betriebe im Nebengewerbe mit der Umsetzung überfordert sind. Viele Landwirte könnten sich im wahren Dschungel der Gesetze und Verordnungen verirren.

Verschlechterung der Biotope

Ökologische Vorrangflächen werden durch unsinnige Details und Regeln beispielsweise verkleinert, kritisiert der Verband weiter. Dies gilt insbesondere für bestehende und auf freiwilliger Basis angelegte Gewässerschonstreifen. Sind sie breiter als 20 Meter, müssen Weiterlesen

Mehr Gerechtigkeit am Milchmarkt gefordert

shutterstock_119982919_BeitragDas Ende der Milchquote bedeutet mehr Risiko für deutsche Milcherzeuger. Mit einer Offensive fordert die Milcherzeugergemeinschaft MEG Milch Board mehr Gerechtigkeit für Landwirte. Verlangt werden unter anderem eine Reform der Andienungspflicht und verbindliche Kaufverträge.

In einem Monat endet die bisher bestehende Milchquote. Die Liberalisierung des Marktes soll eigentlich eine Chance für Milcherzeuger sein. Denn durch Zusammenschlüsse würden die Landwirte mehr Macht am Milchmarkt erhalten. Sie würden jedoch auch die Risiken des Marktes tragen, warnt die MEG Milch Board. „Die meisten Erzeuger können durch die Andienungspflicht gar nicht am Wettbewerb teilhaben“, kritisiert der Milcherzeugerverband deutlich. Weiterlesen

Fristverlängerung für Ökoprogramm KULAP

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERADie Frist für Anträge zum bayerischen Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) wird um zwei Wochen verlängert. Gründe dafür sind die große Nachfrage sowie Unklarheiten in der Umsetzung bei einigen Betrieben.

Das neue Kulturlandschaftsprogramm wurde im Januar dieses Jahres eingeführt und unterstützt bayerische Betriebe bei der Umstellung auf den ökologischen Landbau. Die Anträge für das neue Agrarumweltprogramm konnten bis zum 27. Februar eingereicht werden. Diese Frist kam jedoch für viele Betriebe und auch für die öffentliche Verwaltung zu früh.

Aufgrund der bestehenden großen Nachfrage forderte der Vorstand der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ) bereits letzte Woche eine Verlängerung der Antragsfrist vom bayerischen Landwirtschaftsministerium. Der Antrag wurde bewilligt, Weiterlesen