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Forderung nach staatlicher Fleischkennzeichnung

shutterstock_44838796_BeitragNiedersachsens und Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Christian Meyer und Alexander Bonde von den Grünen fordern eine umfassendere Kennzeichnung von Fleisch mit Angaben zum Tierschutz. Hintergrund sind Medienberichte, denen zufolge es in Deutschland massive Verstöße bei der Haltung von Schweinen und Geflügel gebe.

Der Verbraucher soll sehen können, wo man die Tiere vor ihrer Schlachtung gehalten hat, so die Minister im Gespräch mit der dpa. Es müsse darum gehen, eine einfache mehrstufige Kennzeichnung mit staatlicher Kontrolle zu geben. Derzeit hätten Verbraucher noch zu wenige Möglichkeiten, sich gezielt für Fleisch aus artgerechter Haltung zu entscheiden. Daher wolle man sich gemeinsam für eine transparente Kennzeichnung bei der Haltung einsetzen. Weiterlesen

Zuckerrüben früh von Pflanzenkrankheiten betroffen

95826_original_R_by_L2014 ist kein gutes Jahr für den Anbau von Zuckerrüben. Bereits sehr früh breiten sich in den Beständen Pflanzenkrankheiten wie Rhizoctonia, Wurzelfäule und Gürtelschorf aus. Dies erklärte der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe.

Derzeit lassen sich in vielen Zuckerrübenbeständen Fäulen nachweisen, so die Experten. Von der späten Rübenfäule seien dabei vor allem leichte Böden in Schleswig-Holstein, im Rheinland und im Lagenser Einzugsgebiet betroffen. An vielen Stellen sei bereits ein massiver Befall feststellbar. Im Rahmen ihrer Untersuchungen vermuteten die Experten vom LIZ, dass der Hauptgrund für die Ausbreitung der Krankheiten die vielen Niederschläge in den letzten Monaten sind. Weiterlesen

Bayern: gute Kartoffelernte – niedrige Preise

shutterstock_73429522smallObwohl das Wetter in den vergangenen Monaten mehr als durchwachsen war, rechnen die Bayerischen Erzeugergemeinschaften mit einer mittleren bis guten Kartoffelernte. Dies bestätigte sich auf dem Landesmarktgespräch in Langenbruck.

Im Vergleich mit dem Vorjahr blieb der Kartoffelanbau mit einer Fläche von 41.800 ha nahezu gleich. Im Rahmen einer stichprobenartigen Erhebung auf 65 Feldern wurde ein Rohwareertrag von 519 dt/ha festgestellt. Das Volumen der verkaufsfähigen Ware (Marktwareertrag) lag bei 496 dt/ha. Weiterlesen

Preise für landwirtschaftliche Nutzflächen stark angestiegen

shutterstock_118170769_BeitragWas viele Landwirte seit Langem beklagen, spiegelt sich nun auch in einer offiziellen Statistik des Statistischen Bundesamtes wider. Die Preise für landwirtschaftliche Nutzflächen sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen.

Am höchsten fielen die Aufschläge in Bayern aus. Hier betrugen sie ganze 25%. In Niedersachsen und Thüringen lagen sie bei 19%, in Brandenburg bei 17,5% und in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern bei 13%. Am geringsten fiel die Preissteigerung in Sachsen-Anhalt aus (1,8%). Bei etwas unter 5% lagen die Aufschläge in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. In Baden-Württemberg, im Saarland und in Schleswig-Holstein mussten Landwirte 2013 durchschnittlich 6 bis 9% mehr für die Flächen bezahlen.

Wie Destatis weiter ausführte, stiegen die Preise für landwirtschaftliche Flächen in den alten Bundesländern im Vergleich mit dem Vorjahr um durchschnittlich 13,2% auf 25.189 Euro/ha. Weiterlesen

Sächsische Landwirte wegen Düngemittelverordnung besorgt

shutterstock_46372450 smallViele sächsische Landwirte fühlen sich durch die neue Düngemittelverordnung bedroht. In ihrer jetzigen Form bringe sie starke praxisferne Einschränkungen bei der Ausbringung der Gülle mit sich. Nun machte sich Sachsens Landwirtschaftsminister Frank Kupfer bei Betriebsbesuchen im Vogtland ein Bild von der Lage.

Dabei betonte der Minister, dass er die Besorgnis der Landwirte nachvollziehen könne und voll und ganz auf ihrer Seite sei. Auf der anderen Seite wies er auf die Gefahr eines Vertragsverletzungsverfahrens seitens der EU hin. Grund hierfür seien überhöhte Nitratwerte in deutschen Böden. Weiterlesen

Argentinien stoppt Exporte von Rindfleisch

shutterstock_170801093_smallUm dem starken Anstieg der Rindfleischpreise auf dem Binnenmarkt entgegenzuwirken, hat Argentinien Ende letzter Woche seine Rindfleischexporte für 15 Tage gestoppt. Seit Anfang des Jahres hatten sich die Preise im Durchschnitt um 54 Prozent verteuert.

Wie der argentinische Wirtschaftsminister Axel Kicillof und Kabinettschef Jorge Capitanich mitteilten, habe sich der Preis für Rindfleisch allein in den letzten zwei Monaten um 11 Prozent verteuert. Diese Preissteigerung sei jedoch in keiner Weise auf einem Anstieg der Produktionskosten zurückzuführen. Vielmehr hätten Spekulationen dazu geführt. Weiterlesen

PLANAK erhöht Prämien für Ökolandbau und Umweltmaßnahmen

562522_original_R_K_B_by_Petra Bork_pixelio_BeitragBund und Länder wollen Ökolandbau, Umwelt- und Tierschutzförderung der GAK planungssicherer gestalten. Zu diesem Zweck erhöht der PLANAK die Prämien in allen drei Bereichen.

Wie das Agrarministerium bestätigte, will der Planungsausschuss für Agrarstruktur und Küstenschutz die Zahlungen deutlich erhöhen. Damit sei es künftig auch möglich, neue Fördermaßnahmen zum Einsatz zu bringen. So könne man beispielsweise Flächen, auf denen markt- und standortangepasste Landbewirtschaftung“ (MSL) zum Einsatz kommt, als „ökologische Vorrangflächen“ anrechnen. Eine Doppelförderung durch MSL und Greening wolle man dadurch verhindern, dass die Zahlungen für Umwelt- und Klimamaßnahmen abgesenkt werden.

In Zukunft werde der Bund den Anbau von extensiven Obstbeständen wie Streuobstwiesen unterstützen. Weiterlesen

Bricht der Schweinemarkt ein?

shutterstock_1728099_BeitragAuf dem Markt für Schlachtschweine herrscht Verunsicherung. Das Geschäft „dümpele“ vor sich hin, so Dr. Frank Greshake von der NRW-Landwirtschaftskammer. Dass die künftige Entwicklung sich schwierig gestalten dürfte, erkenne man an den extrem niedrigen Angeboten der letzten Wochen.

Ein Durchsatz von 900.000 Schweinen pro Woche seien normalerweise selbst in der Ferienzeit eine Garantie für steigende Preise, erklärte der Experte im „Wochenblatt Westfalen-Lippe“. Derzeit sei der Absatz allerdings unbefriedigend. Einer der Hauptgründe hierfür war das häufig schlechte Wetter im Sommer, das die Nachfrage nach Grillfleisch sinken ließ. Weiterlesen

Obst- und Gemüsebauern erhalten Hilfe von der EU

shutterstock_82887481_BeitragNach Russlands Importstopp lässt die EU betroffenen Landwirten Hilfe zukommen. So sollen Produzenten von 20 Obst- und Gemüsesorten finanzielle Unterstützung beantragen können. Hierbei plane man in erster Linie Entschädigungen und Aufkäufe bei Ernteverzicht oder vorzeitigen Ernten.

Seit dieser Woche können Landwirte auch rückwirkend Unterstützung beantragen. Dies soll bis Ende November möglich sein. Derzeit geht die EU-Kommission von Kosten in Höhe von 125 Millionen Euro aus. Sie umfassen Sondermaßnahmen wie Marktrücknahmen und Schadensersatz bei Grünernte und Ernteverzicht. Die Gelder sollen direkt aus dem agrarpolitischen Ressort der EU stammen. Die Hilfen sind für alle Produzenten von Möhren, Paprika, Weißkohl, Blumenkohl, Salat- und Gewürzgurken, Äpfel, Birnen, Pilzen, Kiwis, Trauben und roten Früchten gedacht. Weiterlesen

BVVG wehrt sich gegen Vorwürfe der Preistreiberei

637103_original_R_K_by_Thorben Wengert_pixelioEin weiteres Mal sieht sich die Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft mit dem Vorwurf der Preistreiberei konfrontiert. Die Pressesprecherin der BVVG Dr. Constanze Fiedler betonte in diesem Zusammenhang, dass man ausschließlich nach „geltenden Gesetzen und Richtlinien arbeite. Hierbei wies sie besonders auf das zweite Flächenerwerbsänderungsgesetz und die 2010 zwischen Bund und Ländern vereinbarten Privatisierungsgrundsätze hin.

Im Zuge der Ausschreibung geben die landwirtschaftlichen Betriebe Gebote ab und entscheiden so, welchen Wert die Fläche hat, erklärte Fiedler. Der Höchstbietende erhalte hierbei den Zuschlag. Indem man die Flächen zum Marktwert verkauft, stelle man sicher, dass die BVVG keine Beihilfe anbiete. Nach den geltenden wettbewerbs- und haushaltsrechtlichen Vorschriften sei dies weder der öffentlichen Hand des Bundes und der Länder noch der BVVG erlaubt. Weiterlesen