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Gute Getreideernte in Niedersachsen erwartet

shutterstock_126512990_BeitragMit hohen Erwartungen beginnen die niedersächsischen Bauern in den nächsten Tagen die Getreideernte. Das Landvolk rechnet mit einem landesweiten Gesamtertrag von 6,2 bis 6,5 Millionen Tonnen.

Obwohl die Anbauflächen zurückgegangen seien, könne man das Ergebnis des Vorjahres von 6,36 Millionen Tonnen annähernd halten. Dies erklärten Händler und Produzenten bei einem Treffen des Landvolks in Braunschweig. Auch der Vorsitzende des Ausschusses Jürgen Hirschfeld zeigte sich zufrieden. Nach dem warmen und trockenen Frühling habe man nicht mehr mit so guten Erträgen gerechnet. Der Temperaturvorsprung zu Beginn des Jahres sei durch die verhältnismäßig kühlen Monate Mai und Juni wieder ausgeglichen worden. In vielen Regionen Niedersachsens seien die Erträge überdies durch gleichmäßig verteilte Niederschläge begünstigt worden. Die Felder zeichnen sich durch einen guten Zustand aus. Nun müssen nur noch das Wetter bei der Ernte passen. Weiterlesen

Hohe Grünlandverluste in den letzten vier Jahren

shutterstock_77646694_smallZwischen den Jahren 2009 und 2013 ging der bundesweite Grünlandanteil um 7,4 Prozent zurück. Dies teilte das Bundesamt für Naturschutz am Mittwoch mit. Dem aktuellen Grünland-Report zufolge verringerte sich der Anteil wegen der intensivierten landwirtschaftlichen Nutzung und der Zunahme von Umbruchmaßnahmen.

Die Präsidentin des BfN Prof. Dr. Beate Jessel betonte, wie schwerwiegend diese Entwicklungen für den Naturschutz seien. An ihnen lasse sich erkennen, dass die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht zur gewünschten Erhaltung der artenreichen Agrarlandschaft beigetragen haben. Dabei sei es nicht nur der zahlenmäßige Verlust biologischen vielfältigen Grünlands, der Grund zur Beunruhigung gebe. Der Boden habe sich auch qualitativ verschlechtert. Weiterlesen

Antibiotikaeinsatz ab sofort meldepflichtig

shutterstock_149014199_beitragSeit Dienstag ist die neue Antibiotikadatenbank in Betrieb. Ab sofort sind alle Rinder, Hühner, Schweine und Puten haltenden Unternehmen zur genauen Erfassung des Tierarzneimitteleinsatzes verpflichtet.

Mit dem 16. Gesetz zur Änderung des Arzneimittelgesetzes soll der Antibiotikaeinsatz in der Landwirtschaft nach und nach heruntergefahren werden. Auf Grundlage der erfassten Daten soll es den Behörden möglich sein, die Therapiehäufigkeit in verschiedenen Betrieben miteinander zu vergleichen. Halter, die stark von den Richtwerten abweichen, können so zu weiterführenden Maßnahmen und Prüfungen verpflichtet werden. Weiterlesen

Ausnahmen beim Mindestlohn weiter umstritten

635612_small_original_R_K_by_Uwe Schlick_pixelio.deEine Vereinbarung über weitere Ausnahmen beim Mindestlohn sind bestätigt. Dies gab Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles  in einer aktuellen Erklärung bekannt. Als konkretes Beispiel nannte sie die Erntehelfer als „in der Regel kurzzeitig Beschäftigte“.

Angaben von n-tv zufolge sollen Unterkunfts- und Verpflegungskosten auf den Mindestlohn von Saisonarbeitern angerechnet werden können. Weiter berichtete die „Passauer Neue Presse“, dass die Grenze für sozialversicherungsfreie Tätigkeiten von 50 auf 70 Tage angehoben werden soll. Für Zeitungsausträger wird es bis zum umfassenden Inkrafttreten des Mindestlohns 2017 eine Übergangszeit geben. Praktikanten sind nicht mehr nur sechs Wochen, sondern drei Monate vom Mindestlohn ausgenommen.

Aus Kreisen des DBV äußerte man sich aufgebracht zu den jüngsten Entwicklungen. Für Betriebe mit Sonderkulturen sei der Mindestlohn eine „Katastrophe“ so Burkhard Möller. Ein Großteil der derzeit 300.000 beschäftigten Saisonarbeiter würde wegfallen. Hinzu kämen Arbeitsplatzverluste bei Zulieferern und weiterverarbeitenden Betrieben. Gregor Thüsing, Direktor des Instituts für Arbeitsrecht an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Weiterlesen

Rinder- und Schweinehaltung in Deutschland geht zurück

schweinezucht_agrardirectIn Deutschland gibt es immer weniger Agrarbetriebe mit Schweinen und Rindern. Wie das Statistische Bundesamt bei seiner jüngsten Erhebung feststellte, gab es am 3. Mai 2014 nur noch 27.1000 Betriebe mit mehr als 50 Schweinen und 10 Zuchtsauen in Deutschland. Das entspricht einem Rückgang von 3,8 Prozent (1.100 Halter).

Den stärksten Rückgang gab es bei den Haltern von Zuchtsauen. Insgesamt waren es 700 Höfe weniger. Wie die Statistiker weiter erklärten, haben vor allem kleinere Betriebe die Weiterlesen

DBV fordert faire Düngeregelungen

shutterstock_small_133286894Deutsche Bauern machen sich dafür stark, dass sie auch in Zukunft bedarfsgerecht düngen dürfen. Auf dem Bauerntag in Bad Dürkheim hielten sie Schilder mit dem Aufdruck „Pflanzen ernähren und schützen! Wir können das!“ hoch. Prominenter Gast der Veranstaltung war Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt.

Schmidt betonte, dass er sich auch in Zukunft für eine bedarfsgerechte Düngung einsetzen werden. Neuregelungen sollen Standort- und Artenspezifika berücksichtigen und im Interesse der deutschen Bauern beschlossen werden. Zusätzlich stellte der CSU-Politiker klar, wie wichtig ein nachhaltiger Schutz der Pflanzengesundheit sei.

Joachim Rukwied, der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, erklärte, dass eine Weiterlesen

Schädigt die EU-Ökoverordnung die Bio-Landwirtschaft?

BIO_BeitragDeutsche Bio-Betriebe dürfen nicht zu Verlierern der EU-Ökoreform werden. Diesen Standpunkt vertrat die rheinland-pfälzische Agrarministerin Ulrike Höfken auf dem Bauerntag in Bad Dürkheim.

Im Gespräch mit dem Präsidium des DBV wies sie darauf hin, dass die Nachfrage der Verbraucher nach Bio-Erzeugnissen stetig ansteige. Das mache die ökologische Landwirtschaft zu einem attraktiven Marktsegment mit viel Potenzial. Während der DBV dieser Auffassung grundsätzlich zustimmte, bemängelte die Grünenministerin das Fehlen verlässlicher Rahmenbedingungen. Nur mit klaren Richtlinien könne sich der biologische Landbetrieb stabil weiterentwickeln. Weiterlesen

Bundestag fördert Eiweißanbau

618904_original_R_K_by_Peter Freitag_pixelio.deAm Dienstag hielt der Bundestag seine Abschlussberatung zum Agrarhaushalt 2014 ab. Darin beschloss er erstmals die gezielte Förderung von Eiweißpflanzen wie Soja. Mit dem Zuschuss in Höhe von 3 Millionen Euro sollen die Kulturen wettbewerbsfähiger gemacht werden.

Die SPD-Abgeordneten Wilhelm Priesmeier und Johann Saathoff erklärten im Anschluss an die Sitzung, dass der Anbau von Eiweißpflanzen nicht nur für die Versorgungssicherheit relevant sei. Er trage außerdem zum Umwelt- und Klimaschutz bei. Zudem bereichern Leguminosen wie Ackerbohnen, Lupinen und Futtererbsen die Artenvielfalt. Dadurch können die Fruchtbarkeit des Bodens und die Kohlenstoffbilanz langfristig verbessert werden. Weiterlesen

Gentechnik gut? Bio gefährlich?

Natural productDer Genetikprofessor Wolfgang Nellen von der Universität Kassel hält die Kritik an landwirtschaftlicher Gentechnik für unbegründet. Im Gespräch mit der Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung erklärt er, dass es vielmehr der Bio-Anbau sei, dessen Gefahren unterschätzt würden.

Während es sich beim Einbringen genetischer Merkmale in das Erbgut um Veränderungen im „Nanobereich“ handele, würden Gefahren durch Bio-Produkte verschwiegen. So waren es verunreinigte Sprossen aus Bienenbüttel (Niedersachsen), die 2011 zu einer EHEC-Infektion geführt hatten. Damals waren 60 Menschen an den Folgen der Erkrankung gestorben. Nellen betonte, dass genetisch Weiterlesen

Antibiotika-Engpass in Nutztierhaltung befürchtet

289637_small_original_R_K_by_Klicker_pixelio.deDie Geschäftsführerin des Bundesverbandes für Tiergesundheit (BfT) Dr. Sabine Schüller warnt vor einer Antibiotika-Knappheit bei der Nutztierhaltung. Hierfür seien Novellierungen der Arzneimittelvorschriften und ungünstige Rahmenbedingungen in der Viehwirtschaft verantwortlich.

Demnach werden Investition in die Entwicklung und Zulassung von Antibiotika in Zukunft stark zurückgehen. Weiter erklärte Schüller in der aktuellen Ausgabe der „Tiergesundheit im Blickpunkt“, dass langfristig neue und ausreichend wirksame Mittel fehlen werden. In diesem Zusammenhang erörtere man bereits die Frage, ob Entwicklung und Produktion von Antibiotika in öffentliche Hand gelegt werden sollten. Auf diese Weise könnte man gezielt Förderkonzepte entwickeln und die Verfügbarkeit der Mittel dauerhaft sicherstellen.

Stein des Anstoßes war die 16. Novelle des Arzneimittelgesetzes vom 1. April. Laut Schüller Weiterlesen