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Preissturz: Neue Bauerndemos geplant

shutterstock_107163944_beitragImmer mehr Bauern sind in den vergangenen Wochen auf die Straße gegangen. Ziel war es, auf die niedrigen Preise für Milch, Fleisch und Eier hinzuweisen. Schließlich haben die Bauern durch den Mindestlohn einiges zu erwirtschaften. Die nächsten Demonstrationen dazu sind für den kommenden Montag geplant.

Am 24. August wollen die Bauern Sachsens und Sachen-Anhalts auf die Straße gehen. Die Demonstration soll zwischen 10 und 12 Uhr auf dem Alten Markt in Magdeburg stattfinden. Grund ist auch hierfür wieder die Preismisere der deutschen Landwirtschaft. Der Sächsische Bauernverband bestätigt, dass bei allen Tierhaltern die Nerven blank liegen. Die niedrigen Preise für Eier, Milch und das Fleisch macht den Betrieben sehr zu schaffen. Besonders betroffen sind die Schweinehalter und die Halter von Legehennen. Sie haben seit vielen Monaten mit Preisen zu kämpfen, die sich deutlich unterhalb der Wirtschaftlichkeit befinden. Weiterlesen

Neue Förderung für Umstellung auf Öko-Landbau

shutterstock_46372450 smallInteressenten für den ökologischen Landbau können jetzt wieder eine Förderung beantragen. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) will in den kommenden drei Jahren wieder die Beratung zur Umstellung auf den ökologischen Landbau fördern. Bis zu 4.000 Euro können die Interessenten als Förderung bekommen.

Angesprochen sind alle Betriebe, die sich auf eine ökologische Bewirtschaftung ihrer Flächen umstellen wollen oder bereits in der Phase der Umstellung sind. Ab sofort können die Fördermittel für die Umstellungsberatung beantragt werden. Der Zeitraum reicht bis zum 15. November 2018. Die Landwirte bekommen mit diesem Antrag eine umfassende und individuelle Unterstützung. Von der BLE wird ein registrierter Berater zur Seite gestellt, der bei der Umstellung hilft und alle Fragen beantworten kann. Daneben gibt es auch einen finanziellen Zuschuss, um den Öko-Landbau besser vorantreiben zu können. Weiterlesen

Baden-Württemberg zahlt für Trockenschäden

shutterstock_142619857_beitragDie enorme Trockenheit und die starke Hitze hat in diesem Sommer der Landwirtschaft enorm zugesetzt. Das Bundesland Baden-Württemberg reagiert jetzt entsprechend. Agrarminister Alexander Bonde stellt jetzt geeignete Maßnahmen zur Sicherung von Liquidität und Grundfutterversorgung in Aussicht.

Die von der Trockenheit betroffenen Betriebe sollen finanzielle Unterstützung bekommen. Demnach habe die Landesregierung bereits Hilfe bei der Rentenbank gefordert. Sie soll das Liquiditätshilfeprogramm für die geschädigten Betriebe öffnen. Somit können die Bauern ihre Liquidität wieder sichern und überlegen. Der Minister für Finanzen und Wirtschaft Dr. Nils Schmid wurde ebenso um Hilfe gebeten. Er soll den Betrieben im Land mit steuerlichen Billigkeitsmaßnahmen entgegen kommen. Dazu gehören beispielsweise Steuerstundungen. Weiterlesen

Mais-Ernte: kam der Regen rechtzeitig?

519737_small_original_R_K_by_Petra Hegewald_pixelio.deNach einer langen Trockenphase hat nun endlich der Regen eingesetzt. Für die Landwirte stellt sich jedoch die Frage, ob der Regen noch rechtzeitig kam. Während im Süden der Mais bereits seine Reife erreicht hat, sieht es in anderen Regionen schlechter aus.

Regen gab es in den letzten Tagen in vielen Regionen Deutschlands. Das kühle Nass hat nicht nur Erfrischung gebracht, sondern auch die Dürre in der Landwirtschaft etwas gemindert. Laut dem Deutschen Wetterdienst sind gebietsweise bis zu 100 Liter pro Quadratmeter Regen gefallen. Neue Schauer sollen über die ganze Woche hinweg folgen. Dafür hält der Sommer in diesem Jahr lange an. Selbst im Oktober sind noch angenehm warme Tage zu erwarten. In diesem Jahr hat vor allem der Mais den Landwirten zu schaffen gemacht. Das Sorgenkind litt unter der enormen Trockenheit und konnte sich in manchen Regionen nicht mehr erholen. Weiterlesen

Klassische Landwirtschaft überholt?

shutterstock_118170769_BeitragDer agrarpolitische Sprecher der SPD Dr. Wilhelm Priesmeier warnte im Gespräch mit AGRA-EUROPE davor, die aktuellen Herausforderungen des Agrarsektors allein aus der landwirtschaftlichen Perspektive heraus zu betrachten. Ebenso wichtig sei es, Wünsche und Ängste der Verbraucher, soziale und ökologische Fragestellungen in Problemlösungen einzubeziehen.

Dabei wies Priesmeier auf die gute Zusammenarbeit mit seinem Amtskollegen Franz-Josef Holzenkamp von der CDU hin. Obwohl man in einigen Punkten unterschiedlicher Meinung sei, ergänze man sich im Agrarsektor hervorragend. In diesem Zusammenhang wies der Sozialdemokrat auch darauf hin, dass die teilweise spannungsreichen Diskussionen zwischen Bundesumwelt- und Bundeslandwirtschaftsministerium in vielen Koalitionen Tradition gehabt haben und nicht überzubewerten seien.

In Hinblick auf die Grünen lobt Priesmeier die Bemühungen um eine nachhaltige Besetzung agrarpolitischer Themen. Allerdings zweifelte er auch an, dass alle Forderungen nah an der Realität und ohne Weiteres erfüllbar sind. Von der SPD-Fraktion erwarte der Agrarsprecher Fortschritte in der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“. Diese müsse außerdem unabhängig von weiteren Finanzmitteln der EU sein. Die Direktzahlungen betrachte Priesmeier als „Auslaufmodell“. Weiterlesen

Dürre bedroht Futterreserven

shutterstock_14053747_BeitragIm Neckar-Odenwald-Kreis trifft es die Bauern derzeit hart. Seit Wochen hat es hier nicht mehr geregnet. Auf den Wiesen wächst praktisch kein Futter mehr für das Vieh. Auch der Mais leidet unter der Trockenheit. Bei Größe und Menge befürchten manche Bauern Einbußen von mehr als 50 Prozent.

Landwirte aus der Region erklärten, dass die Situation stellenweise sehr unterschiedlich sei. Während der Mais an manchen Standorten noch „sattgrün“ ist, sind die Pflanzen in anderen Gebieten bereits tot. Maisstängel, die normalerweise drei Meter hoch sind, bringen es hier gerade einmal noch auf einen Meter. Die Blätter sind braun.

Ein ähnliches Bild kann man derzeit auf vielen Wiesen im Kreis beobachten. Wo Bauern im Frühjahr 35 Ballen eingeholt hatten, reicht es jetzt gerade einmal noch für vier. Teilweise mähen die Landwirte überhaupt nicht mehr. Die Deichsel des Traktors wäre verschwendet. In den Regionen um Waldbrunn und Limbach gibt es starke Verwitterungen von Buntsandstein. Auch dort ist die Dürre ein großes Problem. Weiterlesen

Grüne bringen Lösungsvorschläge für Milch- und Fleischkrise

Milchviehhaltung im Onlineshop von agrar-direct! - www.agrar-direct.de -Milch und Schweinefleisch gehören zu den stärksten landwirtschaftlichen Wachstumsmärkten in Deutschland und Europa. Und genau diese Märkte befinden sich seit Wochen und Monaten in der Krise. Da die Produktion in beiden Bereichen in den letzten Jahren stark ausgedehnt wurde, sind die Preise massiv unter Druck geraten. Die Grünen fordern in diesem Zusammenhang ein Umdenken hin zu weniger Menge und mehr Qualität.

Bernd Voß, Friedrich Ostendorff und Maria Heubuch übten harsche Kritik an der starken Exportorientierung der deutschen Landwirtschaft. Die Strategie mag eine Zeit lang scheinbar aufgegangen sein. In Wirklichkeit hätten sich die Prognosen von sich stetig weiterentwickelnden Absatzmärkten auf der ganzen Welt aber nicht erfüllt. Bisherige Großabnehmer wie China und Russland führen nicht mehr Erzeugnisse ein. Stattdessen setzen sie in verstärktem Maße auf eine eigene Produktion. Hinzu kommen die russischen Importsperren für Fleisch und Milch. Weiterlesen

REWE macht großen Schritt hin zu mehr Tierschutz

632158_original_R_K_B_by_Peter Smola_pixelio_BeitragAb dem 1. Januar 2017 will die Einzelhandelskette REWE Group kein Frischfleisch mehr von unbetäubt kastrierten Schweinen verkaufen. Diesen für den deutschen Einzelhandel bisher einmaligen Schritt teilte das Unternehmen am Dienstag seinen Lieferanten mit.

Wie Dr. Klaus Mayer, Leiter Qualitätsmanagement bei REWE, mitteilte, passe die „betäubungslose Kastration einfach nicht mehr in die heutige Zeit“. Es gebe zahlreiche Alternativen, mit denen man den Schweinen die damit verbundenen Schmerzen ersparen könne. Gemeinsam mit den Lieferanten wolle man nun einen neuen Strategieprozess besprechen, über den man Fleisch von unbetäubt kastrierten Schweinen aus dem Sortiment nimmt. Weiterlesen

Milchpreise stabilisieren sich im Juli wieder ein wenig

shutterstock_119982919_smallDer Abwärtstrend bei den Milchpreisen scheint sich vorerst ein wenig abzumildern. Der durchschnittliche Erzeugerpreis für Milchprodukte innerhalb der EU lag im Juli bei 30,03 Cent/Liter. Dies teilte die EU-Preisbeobachtungsstelle nach einer aktuellen Auswertung mit.

Nach den monatelang anhaltenden Tiefstwerten des ersten Halbjahres bedeutet das eine erste gemäßigte Preisstabilisierung. Im Juni hatte der mittlere Preis noch bei 29,99 Cent/Liter gelegen. Es hatte zwar im Februar einen leichten Aufschwung gegeben, dieser konnte aber keine Trendwende einläuten. In diesem Monat könnte das ein wenig anders aussehen. In der Woche zum 1. August sanken die Kosten für Futter um 1,3 %. Auch die Energiekosten fielen innerhalb der letzten vier Wochen (- 5,9 %). Weiterlesen

Branchenverbände fordern Naturschutz mit Augenmaß

705557_web_R_K_B_by_Maja Dumat_pixelio.deVertreter der europäischen Bauernverbände (COPA) haben die Europäische Kommission gemeinsam mit den ländlichen Genossenschaften (GOGECA) aufgefordert, ein verhältnismäßiges Naturschutzrecht umzusetzen. Hintergrund der neuerlichen Diskussion waren die Fauna-Flora-Habitat-(FFH)Richtlinien, die im Juli verabschiedet worden sind.

 

COPA- und GOGECA-Generalsekretär Pekka Pesonen fasste in einem Begleitbegriff zu seinem Beitrag die wichtigsten Kernthemen zusammen. Dabei rief er zunächst Brüssel auf, anzuerkennen, dass sich die Bauern seit jeher um einen funktionierenden Umweltschutz bemüht haben. Pesonen betonte, dass ein nachhaltiger Umweltschutz schon immer ein wenig wichtiger Teil nachhaltiger Landwirtschaft war. Im Rahmen der Natura-2000-Regelungen müsse man die Landwirte deshalb in vollem Umfang in die Umsetzung einbeziehen. Es könne, so der Generalsekretär weiter, nicht angehen, dass die wichtigsten Interessenträger nicht in die politische Arbeit einbezogen werden. Weiterlesen