Sie befinden sich hier:  News

Biogas: Agrarministerkonferenz entscheidet über Einsatz von Gülle

Auf der diesjährigen Agrarministerkonferenz (AMK) am Bodensee wurden in Bezug auf den Gülleeinsatz in Biogasanlagen praxisgerechte Vollzugshinweise beschlossen. Ziel ist es, eine einheitliche Regelung zu schaffen, die sich auch in der Praxis behaupten kann.

Die Bundesregierung soll sich mit den Vertretern der einzelnen Länder zusammensetzen, um Muster-Vollzugshinweise zu erarbeiten. Laut AMK sollen diese Hinweise schon zum 1. Juli 2012 vorliegen. Am 1. Juni tritt das Kreislaufwirtschaftsgesetz in Kraft. Dieses Gesetz hat für den Gülleeinsatz in Biogasanlagen eine besondere Bedeutung, denn die Gülle wird in den Anlagen fermentiert. Laut Gesetz zählt dieses Produkt dann als Abfall. Gülle, die dagegen als Wirtschaftsdünger genutzt wird, fällt nicht unter diese Regelung. Weiterlesen

Ökologischer Zwiebelanbau: Passende Sorte resistent gegenüber falschen Mehltau

In einem drei Jahre andauernden Forschungsprojekt wurde festgestellt, dass sich der falsche Mehltau durch bestimmte Zwiebelsorten bekämpfen lässt, die resistent sind.

Die Experten konnten nachweisen, dass hochresistente Sorten die beste Wahl sind, wenn es um die Bekämpfung des Erregers geht. Die Forscher konnten in ihren Praxisversuchen erkennen, dass die Symptome ausblieben – auch wenn ein hoher Infektionsdruck herrschte. Ein positiver Nebeneffekt: Die Erträge überzeugen und diese Sorte verfügen über gute Lagereigenschaften.

Die Forscher konnten außerdem erkennen, dass die Pflanzung der Zwiebeln empfehlenswerter als die Saat ist. Auch beim Steckzwiebelanbau war die Öko-Zwiebel anfälliger gegenüber dem falschen Mehltau. Bei der Pflanzung war der allgemeine Krankheitsbefall geringer und auch der Unkrautdruck hielt sich in Grenzen. Weiterlesen

EU-Forschungsprojekt: Schutz und Produktivität von landwirtschaftlichen Nutzflächen

Die Universität Kassel hat ein EU-Forschungsprojekt begonnen, in dem die landwirtschaftliche Nutzfläche im Vordergrund steht. Ziel ist es, die Fruchtbarkeit der Ackerfläche beizubehalten, den Boden aber langfristig zu schützen.

Auf der Welt wird in einem Rhythmus von rund fünf Jahren eine landwirtschaftliche Nutzfläche in der Größe Deutschlands vernichtet – beispielsweise durch Erosion, Austrocknung, zu viel Salz oder Versiegelung. Und das, obwohl gerade einmal 11 Prozent der Erdoberfläche für den Ackerbau genutzt werden können. Für die Landwirtschaft ist es daher wichtig, den Boden nachhaltig zu bewirtschaften, schon allein, um den immer weiter steigenden Welthunger entgegenzutreten. Weiterlesen

Themenreiches Treffen der Agrarminister der Länder und des Bundes

Für die zweitägige Agrarministerkonferenz am Bodensee wurden 50 Themen erarbeitet, die auf dem Frühjahrstreffen besprochen werden sollen.

Im Fokus stehen Themen wie

- Agrarpolitik der EU

- Kennzeichnung regionaler Produkte

- Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung

    Am Treffen der Agrarminister der Länder und des Bundes in Konstanz sollen Bundesagrarministerin Ilse Aigner von der CSU sowie der Kabinettschef des EU-Agrarkommissars Dacian Ciolos, Georg Häusler teilnehmen.

    Der Agrarminister Alexander Bonde (Grüne) Baden-Württemberg hat den Vorsitz über die Agrarministerkonferenz. Er erklärte in einem Interview vor Beginn der Konferenz, dass er Auswirkungen der Kürzung in der EU-Agrarfinanzierung befürchte. Die Landwirte sollen entsprechend entlohnt werden. Außerdem benötigen die deutschen Bundesländer die Finanzmittel, um die Kulturlandschaft zu erhalten und dafür die passenden Umweltmaßnahmen zu ergreifen. Weiterlesen

    Mehr Leistungskraft bei der Verdichtung des Ernteguts

    Bei der Silage kommt der Verdichtung des Ernteguts eine besondere Bedeutung zu. Diese Arbeit kann mit speziellen Anbaugeräten effektiver gestaltet werden. Dabei wird der Schwerpunkt auf die Qualität des eingelagerten Futters gelegt. Doch der Landwirt benötigt spezielle Technik, um diesen hohen Qualitätsstandard einzuhalten.

    Bei der Qualität stehen Futterwert, aber auch Gärqualität für Biogasanlagen im Vordergrund. Die Silage muss darüber hinaus auch strengen hygienischen Bedingungen gerecht werden. Damit das Erntegut gut verteilt und verdichtet werden kann, muss es der Walztraktor eine ausreichend hohe Kapazität aufweisen. Eine effektive Verdichtung ist wichtig, damit der Sauerstoff aus der Ernte gepresst wird und das Futter kaum atmen kann. Auf diese Weise werden Nährstoffverluste reduziert. In dieser Phase der Silage-Ernte ist Schnelligkeit gefragt, denn der nächste Anhänger bringt weiteres Erntegut. Weiterlesen

    Absatz von Feldhäckslern steigt kontinuierlich – Entwicklungen und Trends

    Die Hersteller von Feldhäckslern konnten im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 14 Prozent verzeichnen. Auf diesem Erfolg ruhen sie sich allerdings nicht aus. Mit neuen Entwicklungen kommen sie den Wünschen der Landwirte noch mehr entgegen. Bei der Landtechnik zeichnen sich Trends ab, die sie vor allem auf die Motorenleistung, die Schlagkraft und die Individualisierung der Häckslerleistung beziehen.

    Der Grund für die steigende Nachfrage nach Feldhäckslern ist vorrangig der Anstieg von Biomassevolumina. Dazu kommt der Trend, mehr Stroh zu häckseln. Die Biogasanlagen in Deutschland sind auf zuverlässige und leistungsstarke Feldhäcksler angewiesen.

    Die Entwickler konzentrieren sich vorrangig auf das Segment der Feldhäcksler mit Motorleistungen von 600 bis 800 PS. Der Trend geht aber auch hin zu Maschinen, die mehr als 1.000 PS Leistung haben. Ein weiterer Trend ist die intelligente Motorensteuerung, die sich an den jeweils vorherrschenden Bedarf anpasst. Je nach Bedingung während der Ernte oder bei der Anfahrt zum Feld kann die Motorenleistung zu- oder abgeschaltet werden. Weiterlesen

    Deutscher Bauernverband rügt EU aufgrund mangelnder Seuchenvorbereitung

    Der Deutsche Bauernverband (DBV) wirft der EU vor, dass sie ungenügend auf neue Tierseuchen vorbereitet ist. Die Rüge wurde bei einer Wissenschaftstagung der EU-Kommission anlässlich des Schmallenberg-Virus geäußert. Bei der Tagung in Brüssel versammelten sich mehr als 120 Veterinärexperten und Wissenschaftlern aus 44 europäischen Ländern.

    Der DBV schlägt Maßnahmen vor, wie sich die EU besser rüsten kann. Dazu gehört beispielsweise eine Impfstoffreservebank, die den 27 EU-Mitgliedstaaten offen steht. Ziel ist es, Impfstoffhersteller dazu zu bringen, mehr Geld in die Medikamentenentwicklung und Forschung zur Bekämpfung von Tierseuchen einfließen zu lassen. Die Reservebank soll den Herstellern zeigen, dass es tatsächlich Abnehmer für die entwickelten Impfstoffe gibt. Weiterlesen

    Stroh wird immer wichtiger für die energetische Nutzung

    Das Deutsche BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) hat auf der 2. Internationalen Fachtagung Strohenergie der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) Ende des vergangenen Monats das hohe Potenzial von Stroh für die energetische Nutzung betont. Dabei soll die halmgutartige Biomasse eine Ergänzung zu anderen Festbrennstoffen darstellen und einen wichtigen Beitrag für die Energieversorgung Europas leisten.

    Allerdings tun sich bei der Betarchtung von Stroh als Biomasse einige Problemfelder auf. Denn das Halmgut bietet einige brennstoffspezifische Eigenheiten, die aber bereits von Forschern angegangen wurden. Nun steht ein Ausbau der Nutzung im Vordergrund. Dazu ist es notwendig, Anlagen weiter zu entwickeln. Auch der Gesetzgeber soll in die Pflicht genommen werden und energiepolitische und umweltpolitische Vorgaben erarbeiten. Weiterlesen

    Bienenschutz spielt bei der Bekämpfung des Rapsglanzkäfers eine wichtige Rolle

    Die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) betont, dass bei der Bekämpfung von Schädlingen wie dem Rapsglanzkäfer verstärkt auf den Bienenschutz geachtet werden muss. Außerdem ist es wichtig, Resistenzen gegenüber Insektiziden zu vermeiden. Dazu wurde eine neue Strategie vorgestellt.

    In diesem Jahr setzen sich die Insektizide aus verschiedenen Wirkstoffgruppen zusammen. Sie richten sich nach dem § 15 des Pflanzenschutzmittelgesetzes. Darüber hinaus müssen sich die Hersteller auch nach dem Artikel 53 der EU-Verordnung 1107/2009 richten. Wer Insektizide bei der Bekämpfung von Schädlingen anwendet, muss bestimmte Richtwerte einhalten. Ziel ist es, unnötige Einzelanwendungen zu vermeiden und auch Beimischungen zu reduzieren. Weiterhin gelten passende Spritztechnologien und die korrekt bemessenen Aufwandmengen. Weiterlesen

    Bundesrat beschließt einheitliche Standards für Kontrollen von Bio-Lebensmitteln

    Seit dieser Woche gelten einheitliche Standards für Lebensmittelkontrollen der Öko-Landwirtschaft. Die bundesweiten Kontrollstandards sollen damit dem immer weiter wachsenden Biolebensmittelmarkt gerecht werden.

    Damit hat der Bundesrat der sogenannten Verordnung über die Zulassung von Kontrollstellen nach dem Öko-Landbaugesetz zugestimmt. Im Fokus steht hier die Zulassung und Überwachung privater Kontrollstellen. Als Basis dient eine bundeseinheitliche juristische Grundlage. Ziel ist es, Betrug mit Öko-Lebensmitteln zu vermeiden.

    Darüber hinaus sollen die Kontrollen der Lebensmittel effizienter, hochwertiger und einfach besser werden. Das ist vor allem vor dem Hintergrund eines ständig weiter wachsenden Marktes sinnvoll. Auch in der Zukunft soll die Qualitätskontrolle zuverlässig ablaufen, der Verbraucherschutz gewährleistet werden und schließlich auch ein Wettbewerb zwischen den Kontrollstellen stattfinden. Weiterlesen