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Frankreich: Parkinson als Berufskrankheit von Landwirten anerkannt

Der französische Agrarminister Bruno Le Maire besiegelte mit seiner Unterschrift die Anerkennung von Parkinson als Berufskrankheit für Landwirte. Es wird angenommen, dass die Krankheit durch Pestizide ausgelöst wird. Allerdings können nun nicht alle Landwirte Schadensersatz verlangen. Für einen Anspruch gelten bestimmte Bedingungen.

Damit Parkinson als Berufskrankheit anerkannt wird, müssen die Landwirte oder ihre Angestellten mindestens zehn Jahre lang mit Pestiziden gearbeitet haben und mit dem Bekämpfungsmittel in Kontakt gekommen sein. Eine weitere Bedingung für die Anerkennung ist, dass spätestens ein Jahr, nachdem die Pestizide verwendet wurden, die Krankheit Parkinson ausgebrochen ist. Weiterlesen

UN-Abkommen zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen

In einem UN-Abkommen wurden freiwillige Leitlinien zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen beschlossen, die vor allem Entwicklungsländern zugutekommen sollen. Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner begrüßt die Leitlinien, die vom Ausschuss für Welternährungssicherung der Vereinten Nationen (CFS) erstellt wurden. Für die „Freiwilligen Leitlinien für die verantwortungsvolle Verwaltung von Boden- und Landnutzungsrechten, Fischgründen und Wäldern“ wurde einstimmig entschieden.

Laut Aigner stellen die neuen Leitlinien einen „historischen Meilenstein in der internationalen Entwicklungspolitik dar“. Mit ihnen wird zudem „eine neue Messlatte für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen“ gelegt. Das UN-Abkommen regelt nun den Zugang zu Ressourcen und schützt damit auch die Rechte armer Bevölkerungsgruppen. Weiterlesen

Autonomer Feldroboter BoniRob erhält Zukunftspreis

Die Amazonen-Werke in Hasbergen-Gaste können sich über den Zukunftspreis im Rahmen der Auszeichnung „Ausgewählter Ort 2012“ freuen. Sie haben mit ihrem autonomen Feldroboter BoniRob einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Landes geleistet.

Das besondere Merkmal des Feldroboters ist seine Präzision. Er steuert unzählige Pflanzen an und speichert sowohl ihre Merkmale als auch ihr Erscheinungsbild. Entwickelt wurde der zuverlässige Feldroboter von der Hochschule Osnabrück, deren Team mit dem Unternehmen Robert Bosch und den Amazon-Werken zusammenarbeitete. Da der Roboter die individuellen Pflanzeneigenschaften abspeichert, ist er sogar in der Lage, einzelne Pflanzen schnell wiederzufinden. Weiterlesen

Rinderseuche Brucellose in Frankreich ausgebrochen

Die Rinderseuche Brucellose ist in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Frankreich ausgebrochen. Die Krankheit führt bei den Tieren zu Fruchtbarkeitsstörungen. Das Verheerende an der Seuche ist allerdings, dass die Krankheit auch auf den Menschen übertragbar ist.

Der Milchviehbetrieb befindet sich im Department Pas-de-Calais in Nordfrankreich. Mehr als 1.000 Rinder sind betroffen. Der Betreiber der Anlage hat schnell reagiert und den Viehbestand gekeult. Diese Nachricht kam nun vom französischen Landwirtschaftsministerium. Weiterlesen

GVO: Verunreinigungen beim Mais-Saatgut nehmen ab

Aktuelle Proben zeigen, dass die Verunreinigung von Mais-Saatgut durch gentechnisch veränderte Organismen (GVO) abgenommen hat. Während im vergangenen Frühjahr rund sieben Prozent der untersuchten Proben positiv auf eine Verunreinigung getestet wurden, waren es in diesem Jahr nur 2,6 Prozent. Die Proben wurden sowohl vom Anbauverband Bioland als auch von der Naturschutzorganisation Greenpeace in Auftrag gegeben.

An der Untersuchung beteiligten sich 12 Bundesländer Deutschlands. Baden-Württemberg hat insgesamt 100 Proben abgeliefert, von denen drei Prozent positiv auf Verunreinigungen getestet wurden. Mit durchschnittlich fünf Proben gaben das Saarland, Rheinland Pfalz und Schleswig-Holstein deutlich weniger Proben ab. Hier konnten keine Beanstandungen gemacht werden. Positiv hervorzuheben ist das Bundesland Sachsen. Von den 35 Proben wurde keine einzige positiv getestet. Genauso viele Proben gab Thüringen ab, hier gab es eine verunreinigte Probe. Den höchsten Anteil an verunreinigten Proben hat Niedersachsen. Von den 72 eingesandten Proben wurden vier – also 5,6 Prozent – positiv auf Verunreinigung getestet. Weiterlesen

Pflanzenmarkt: Hohe Preise für Heu und Stroh

Experten gehen davon aus, dass die derzeit hohen Preise für Heu und Stroh auch nach dem ersten Grünlandschnitt in einigen deutschen Regionen bestehen bleiben. Wann genau gemäht wird, hängt von den Witterungsbedingungen ab.

In vielen Orten Deutschlands geht man mit verhaltenen Ertragsprognosen auf die Heuernte zu. Grund: Die Grasbestände wurden durch den strengen Winter stark beeinflusst. Somit wird der Trend für steigende Stroh- und Heupreise der letzten zwei Jahre weiter gehen. Die Heuknappheit führte im letzten Jahr dazu, dass Raufutterbörsen von den Landwirtschaftsverbänden errichtet wurden.

Für Heu-Rundballen müssen derzeit rund 18 Euro gezahlt werden. Große Ballen aus dem hochwertigen 1. Schnitt kosten sogar bis zu 23 Euro. Die Ballen aus dem 2. Schnitt liegen preislich zwischen 17 und 19 Euro. Sobald der Verkauf der Restbestände beginnt, könne sich hier aber die Lage entspannen. Die Heuknappheit hat auf der anderen Seite aber für niedrige Lagerbestände gesorgt. Die Wetterbedingungen haben aber auch dazu geführt, dass mehr Tiere auf den Weisen grasen, die Nachfrage ist also nicht so hoch. Weiterlesen

Schädlinge wie der Apfelwickler profitieren vom Klimawandel

Der Klimawandel sorgt dafür, dass immer mehr Schadinsekten einwandern, da sie sich auch an anderen Orten wohlfühlen. Eine weitere Begleiterscheinung des Klimawandels ist die Vermehrung heimischer Schädlinge. Für die Hersteller von Bekämpfungsmitteln stellt diese Entwicklung eine große Herausforderung dar. Agroscope untersuchte zusammen mit MeteoSchweiz anhand von Computersimulationen, wie sich Apfelwickler zukünftig vermehren und verbreiten – und welche Schäden sie anrichten. Die Analyse kam zu erschreckenden Ergebnissen. Fakt ist, dass Schädlinge wie der Apfelwickler deutlich länger in den Obstanlagen verweilen. Damit werden nachhaltige Bekämpfungsstrategien wichtiger denn je.

Ausgehend von den angenommenen Klimaszenarien für die Schweiz und den anerkannten langjährigen Wetterdaten simulierten die Experten der MeteoSchweiz Szenarien für zehn Obstbaustandorte. Während die ersten Apfelwickler jetzt ihren Weg in die nördliche Schweiz aufnehmen, kann anhand des Wettergenerators gezeigt werden, dass der Flugbeginn zukünftig zwei Wochen früher stattfinden wird. Auch mit einer Erhöhung der Generationen muss gerechnet werden. Die Forscher gehen davon aus, dass bis zu drei Generationen der Schädlinge vorkommen können. Dadurch verlängert sich auch der Bekämpfungszeitraum. Weiterlesen

Deutscher Bauernverband fordert Schutz von landwirtschaftlichen Flächen

Der Schutz von landwirtschaftlichen Flächen soll endlich auch im Gesetz verankert sein, forderte Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages. Das Problem: Siedlungen und Verkehr sind für einen hohen Flächenverbrauch verantwortlich. Hierbei handelt es sich um Flächen, die auch für die Landwirtschaft genutzt werden könnten.

Laut Nationaler Nachhaltigkeitsstrategie sollte der Flächenverbrauch in Deutschland unter 30 Hektar pro Jahr pro Tag liegen. Tatsächlich werden täglich bis zu 87 Hektar überbaut oder versiegelt, also fast dreimal so viel wie gefordert. Drastisch gesprochen gehen pro Stunde vier Hektar an Landwirtschaftsfläche verloren, auf der Lebensmittel angebaut werden oder Pflanzen für die Bioenergie gedeihen könnten. Mittlerweile haben sich mehr als 212.000 Bürger und Landwirte für einen Schutz der Landwirtschaftsfläche ausgesprochen. Mit der Petition wandte sich der DBV an den Ausschuss. Im Gegensatz zum Wald werden landwirtschaftliche Flächen nicht geschützt. Es gibt keine Programme zum Erhalt bzw. zur Vermehrung der Nutzfläche. Weiterlesen

Rückblick: Bilanz zum EHEC-Ausbruch

Genau ein Jahr ist es her, dass der Ausbruch des EHEC-Erregers Deutschland in Atem hielt. Bundesagrarministerin Aigner hat zusammen mit dem Bundesgesundheitsminister Bahr eine Bilanz zu der Bekämpfungsstrategie aufgestellt. Sie lobten vor allem die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern. Durch die sorgfältige Arbeit des Robert-Koch-Instituts konnte schließlich auch der Auslöser für die EHEC-Epidemie ermittelt werden.

Aigner und Bahr fanden auch für die human- und veterinärmedizinischen Fachleute lobende Worte. Betroffene Patienten wurden umgehend behandelt. Das Fachpersonal trug darüber hinaus dazu bei, eine große Verbreitung des Erregers zu verhindern. Auf der anderen Seite will sich das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) unter Ilse Aigner und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) unter Daniel Bahr näher mit den Abläufen der EHEC-Bekämpfung beschäftigen. Auf diese Weise – so hoffen sie – lassen sich einige Schwachstellen auffinden, die bei einem ähnlichen Szenario verbessert werden können. Weiterlesen

Tierzucht: Patentverhandlung über neuartige Technik

Umweltschützer wehren sich schon lange gegen eine Patentierung von Züchtungsverfahren bei Pflanzen und Tieren. Deshalb beschäftigt sich das Europäische Patenamt mit dem sogenannten Sperma-Patent für Zuchttiere, das sich auf die Kühlung von Sperma bezieht. Während einige eine Monopolstellung von großen Konzernen befürchten, sehen andere darin einen Schutz für moderne Technologien.

Bei dem Patent mit der Bezeichnung EP1257168 geht es genauer um das Einfrieren von Sperma vor einer künstlichen Besamung. Vorher wird der Samen nach den Kriterien zur Entstehung männlicher oder weiblicher Zuchttiere ausgewählt. In dem Patentantrag befand sich vorher auch eine Klausel, mit der auch die menschliche Geschlechtsauswahl umfasst wurde. Diese wurde aber nicht zugelassen. Weiterlesen