Sie befinden sich hier:  News

Änderungen im Pflanzenschutzgesetz: So setzt man sie praktisch um

Am 14. Februar trat das neue Pflanzenschutzgesetz in Kraft, die sich auf EU-Vorschriften berufen. Anwender und Verkäufer der Pflanzenschutzmittel müssen einige Besonderheiten beachten. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen informiert nun über die wichtigsten Neuerungen.

Die EU verbietet zukünftig PSM-Wirkstoffe, die als gesundheitsschädlich und umweltbelastend gelten. Zwar wird damit die Auswahl von wirksamen Pflanzenschutzmitteln beschränkt, allerdings lassen sich Mittel im europäischen Raum besser anerkennen und zulassen. Das bedeutet also, dass es in Deutschland bald auch zugelassene Mittel aus Polen oder den Niederlanden geben wird, die den strengen Vorschriften genügen.

Vor allem für die Anwender ist die Neuerung bezüglich der Sachkunde wichtig. Ab dem Jahr 2013 wird es einen einheitlichen und neuen Sachkunde-Ausweise geben, der auch für Vertreiber und Berater im Pflanzenschutz gilt. Wurden bislang Berufsabschluss- oder Prüfungszeugnisse anerkannt, müssen ab diesem Zeitpunkt die neuen Ausweise bei Kontrollen vorgezeigt werden. Die alten Nachweise haben aber noch bis Ende 2015 Gültigkeit. Weiterlesen

Vertreterorganisation wählt Bintje zur Kartoffel des Jahres

Vertreter von Umwelt-, Bauern- und Verbraucherorganisationen haben die Kartoffelsorte Bintje zur Kartoffel des Jahres 2012 gewählt. Der niedersächsische Landwirtschaftsminister präsentierte das Wahlergebnis auf der diesjährigen Messe BioFach am Bioland-Stand.

Die Kartoffelsorte Bintje blickt auf eine vergleichsweise lange Tradition zurück. Sie wurde im Jahr 1905 das erste Mal in den Niederlanden gezüchtet. Der Botaniker Kornelius Lieuwes de Vries kreuzte hierfür die Kartoffelsorten Munstersen und Fransen. Das besondere Kennzeichen der Kartoffel ist die gelbe Schale, unter der sich das ebenfalls gelbe Fruchtfleisch verbirgt. Geschmacklich gilt Bintje als mild und cremig. Die ersten Aufzeichnungen über den Verzehr der Kartoffelsorte stammen aus dem Jahr 1910. Doch erst in den siebziger und achtziger Jahren wurde Bintje auch in den europäischen Ländern außerhalb der Niederlande bekannt. Sie stellte aufgrund der vielen positiven Eigenschaften vermehrt die Basis für Pommes Frites und Chips dar. Weiterlesen

So schützen Sie Ihre Erdbeeren vor Frostschäden

Auf vielen Erdbeerfeldern sieht man, wie die Landwirte das schmackhafte Obst mit Stroh abdecken. Auf diese Weise schützen sie die Erdbeeren vor Frostschäden. Das Abdecken dient aber auch dazu, den Erntezeitpunkt nach hinten zu verlegen.

Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) weist derzeit darauf hin, dass Erdbeeranbauer mit einer Strohabdeckung den Winter für die Pflanzen verlängern können. Die Abdeckung sorgt dafür, dass die Pflanzen vor einer direkten Sonneneinstrahlung geschützt sind und auch die milderen Temperaturen nicht an die Pflanzen gelangen.

Sobald man die Strohabdeckung abnimmt, treiben die Pflanzen deutlich später aus. Dieses Phänomen erkennt man gut, wenn man das Austreibverhalten von Erdbeeren vergleicht, die nicht mit Stroh abgedeckt wurden. Durch das Abdecken blühen die Erdbeeren später und werden folglich auch später geerntet. Für den Verbraucher hat das den Vorteil, dass die Erdbeersaison noch länger dauert als gewöhnlich. Weiterlesen

Schädlinge passen sich Frost an

Temperaturen im Minusbereich bieten für die Landwirtschaft auch einige Vorteile. Die eisigkalte Witterung der letzten Wochen sorgt vielerorts dafür, dass Schädlinge ausgerottet werden. Allerdings haben Forschungen ergeben, dass sich viele heimische Insekten an den Dauerfrost angepasst haben – das betrifft sowohl Nützlinge als auch Schädlinge.

Der Umstand, dass sich die Insekten unbeeindruckt von der frostigen Temperatur zeigen, hat viele Gründe. Kalte Temperaturen in unseren Breitengraden sind keine Seltenheit. Im Lauf der Evolution haben sich Nützlinge und Schädlinge gut angepasst. Ein weiterer Grund für die gute Anpassung ist, dass sich die Insekten in einer Art Ruhezustand befinden, in der sich Stoffwechselprozesse stark verlangsamen. Im Blut der Tiere befindet sich eine dem Frostschutzmittel ähnliche Substanz. Sie verhindert, dass das Insektenblut gefriert. Temperaturen von bis zu minus zehn Grad stellen für die Tiere kein Problem dar. Eine Vielzahl der heimischen Insekten versteckt sich im Winter außerdem an warmen Plätzen. Die Überwinterung im Boden schützt sie ebenfalls vor dem Erfrierungstod. Weiterlesen

Studie: Bio-Lebensmittel finden immer mehr Anklang bei jüngeren Menschen

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat eine Studie in Auftrag gegeben, die sich mit der Beliebtheit von Bioprodukten auseinandersetzt. Das Ergebnis der sogenannten Ökobarometer-Studie zeigt, dass sich vor allem junge Verbraucher mehr mit dem Thema Biolandbau auseinandersetzen. Die Studie befragte Ende Januar 2012 mehr als 1.000 deutsche Bundesbürger zu ihrem Konsumverhalten in Bezug auf Biolebensmittel. Die Ergebnisse wurden nun vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) vorgestellt.

Laut Studie kaufen mehr als 70 Prozent der unter 30-Jährigen Bioprodukte. Rund 16 Prozent gaben an, dass sie häufig bzw. ausschließlich zu Bioware greifen. Mehr als die Hälfte der Befragten kaufen gelegentlich Ökoprodukte ein. Vergleicht man die Studienergebnisse mit denen aus dem Jahr 2010, erkennt man hier eine Steigerung von über 16 Prozent. Die steigende Beliebtheit der Bioprodukte bezieht sich allerdings nicht nur auf die jüngere Generation. Der Trend erstreckt sich auch auf andere Altersschichten. Mehr als drei Viertel der Befragten kaufen Ökoprodukte, 19 Prozent von ihnen sogar häufig. Weiterlesen

Nutztierhaltung in Deutschland: Entwarnung für Blauzungenkrankheit

Seit dem 15. Februar 2012 gibt es hinsichtlich des Blauzungen-Virus die offizielle Entwarnung für deutsche Landwirte und Nutztierhalter. Das hat das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mitgeteilt. Hintergrund dieser Mitteilung ist, dass es seit Ende 2009 keine Neuerkrankungen von Tieren an der sogenannten Blauzungenkrankheit mehr gab.

Zuerst wurde der Blauzungenvirus am 21. August 2006 in Deutschland festgestellt. Darauf folgte eine vergleichsweise schnelle Ausbreitung, die sich nicht nur auf die Bundesrepublik beschränkte, sondern auch die westlichen Nachbarländer betraf. Das Problem: Die bis dahin noch unentdeckte Krankheit konnte anfangs noch nicht mit dem passenden Impfstoff bekämpft werden. Viele Nutzhierhalter mussten also erhebliche wirtschaftliche Einbußen hinnehmen.
Weiterlesen

Hersteller von Mineraldüngern drosseln Produktion

Die Lage am Mineraldüngermarkt wird derzeit von einem höheren Angebot als Nachfrage geprägt. Aus diesem Grund ergeben sich niedrige Kontraktpreise an den internationalen Spotmärkten. Die späteren Termine im Kontrakthandel mit Mineraldünger werden noch weiter unter den jetzigen Spotmarktspeisen liegen, die bereits stark gesunken sind. Diese Marktentwicklung wird zudem durch den US-Mineraldünger Hersteller Mosaic bestätigt. Der größte Phosphatproduzent und einer der größten Kalihersteller verkündete Anfang Februar die Stilllegung bzw. Drosselung von Produktionskapazitäten. Aufgrund der globalen geringen Nachfrage soll die Produktion von Kali bei Mosaic um 20 Prozent reduziert werden. Die Reduzierung um 20 Prozent entspricht einer Menge von 440.000 Tonnen. Weiterlesen

SAME DEUTZ-FAHR präsentiert neue Traktorenbaureihe

Auf der Messe FIERAGRICOLA 2012 in Verona hat die SAME DEUTZ-FAHR (SDF) Gruppe ihre neuen Traktoren vorgestellt. Die neue Baureihe wird unter dem Namen SAME EXPLORER³ 90 – 105 vertrieben. Der Landmaschinenhersteller will mit der neuen Traktorenreihe seine Marktposition im Bereich der 80 bis 100 PS starken Traktoren behaupten und weiter ausbauen.

Herzstück der neuen Modelle sind die Motoren aus der Serie SDF 1000. Sie verfügen über vier Zylinder, Ladeluftkühler, Turbolader und ein modernes elektronisches Motormanagement. Das Besondere: Die neuen Traktorenmodelle sind zu 100 Prozent biodieseltauglich und erfüllen die Abgasstufe 3a. Selbst im Kaltstart bei niedrigen Temperaturen ist der Wirkungsgrad des Motors optimal, da Hydraulikstößel den Einspritzzeitpunkt in den Brennkammern steuern. Weiterlesen

Der kalte Februar macht den Landwirten zu schaffen

Bereits seit zwei Wochen hat der Frost die deutsche Landwirtschaft fest im Griff. Diese fürchten Frostschäden und haben mit eingefrorenen Leitungen zu kämpfen. Während die Nutztiere die niedrigen Temperaturen sehr gut verkraften, führen die heftigen Minustemperaturen zu Schäden an der Technik und verursachen für die Landwirte zusätzliche Arbeit. Zudem wächst die Unsicherheit auf den Äckern. Die Winterkulturen sind zwar kältetolerant, aber aufgrund der fehlenden Schneedecke sind die Pflanzen dem trockenen Wind ausgeliefert. Somit leiden die Ackerkulturen derzeit unter Frost und Trockenheit. Weiterlesen